20 February 2026, 08:35

Linken-Chefin fordert CDU zum Ende des Bündnisverbots auf – sonst droht Stillstand in Ostdeutschland

Ein deutscher Propagandaplakat für die NSDAP, das zwei Männer auf einem Sofa sitzend zeigt, mit Text, der Informationen über die Partei enthält.

Schwerdtner fordert Aufhebung der Unvereinbarkeitsentscheidung der CDU bezüglich Die Linke - Linken-Chefin fordert CDU zum Ende des Bündnisverbots auf – sonst droht Stillstand in Ostdeutschland

Linken-Chefin Ines Schwerdtner fordert CDU auf, Verbot von Zusammenarbeit mit der Linken aufzuheben

Die Vorsitzende der Linken, Ines Schwerdtner, hat die CDU aufgefordert, ihr langjähriges Verbot von Zusammenarbeit mit der Linken fallen zu lassen. Die Regel blockiere ihrer Ansicht nach mögliche Bündnisse in den ostdeutschen Schlüsselbundesländern. Ihre Kritik kommt zu einem Zeitpunkt, an dem aktuelle Umfragen enge Rennen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vorhersagen.

Schwerdtner bezeichnete die Ausschlusspolitik der CDU als "Feigenblatt", um progressive Reformen zu vermeiden. Sie warf der Partei vor, die Regel als Vorwand zu nutzen, um soziale Politik abzulehnen. Aus ihrer Sicht "fesselt das Verbot die CDU selbst" und schränkt ihre Möglichkeiten ein, stabile Regierungen zu bilden.

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Auf dem CDU-Parteitag 2024 in Stuttgart sollen intern umstrittene Vorschläge diskutiert worden sein. Erwogen wurden demnach längere Arbeitszeiten, Kürzungen beim Krankengeld und ein Abbau des Kündigungsschutzes. Der Wirtschaftsrat der CDU brachte zudem die Privatisierung der Zahnmedizin, Steuersenkungen für die Mittelschicht und einen Unternehmenssteuersatz von 25 Prozent ins Spiel. Schwerdtner kritisierte diese Pläne als "Sparpolitik", die nur einer Minderheit nütze.

Die pauschale Ablehnung der Linken durch die CDU nannte sie "kindisch" und kontraproduktiv. Ohne Zusammenarbeit drohten in einigen Bundesländern demokratische Koalitionen unmöglich zu werden, warnte sie. Umfragen deuten darauf hin, dass die CDU ohne die Linke oder die rechtsextreme AfD in den anstehenden Landtagswahlen kaum auf eine Mehrheit kommen könnte.

Schwerdtner betonte zudem, dass die Linke im Bundestag nach wie vor der stärkste Gegenspieler der CDU sei. Gleichzeitig argumentierte sie, dass die politischen Realitäten in Ostdeutschland mehr Flexibilität erforderten. Die aktuelle Haltung berge die Gefahr, den Wählern keine tragfähigen Regierungsoptionen zu lassen.

Mit ihrem Appell an die CDU erhöht die Linke vor den entscheidenden Landeswahlen den Druck auf die Christdemokraten. Sollte das Verbot von Zusammenarbeit bestehen bleiben, könnte es schwierig werden, ohne die AfD eine Mehrheit zu bilden. Schwerdtners Äußerungen unterstreichen die wachsende Spannung zwischen politischer Strategie und Regierungsrealität.