06 December 2025, 22:19

Machtkampf im BSW: Steffen Schütz zieht Kandidatur für Bundesvorstand zurück

Eine Person, die in ein Mikrofon spricht und im Hintergrund ein Banner mit der Aufschrift 'Bundes' sieht.

Thüringischer Schutz läuft nicht für den BSW-Vorstand - Machtkampf im BSW: Steffen Schütz zieht Kandidatur für Bundesvorstand zurück

Thüringer Schutz verzichtet auf Kandidatur für BSW-Bundesvorstand

Thüringer Schutz zieht Bewerbung für BSW-Bundesvorstand zurück

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  1. Dezember 2025, 20:57 Uhr

Ein Machtkampf in der BSW-Partei ist mit dem Rückzug des Thüringer Politikers Steffen Schütz aus dem Rennen um den stellvertretenden Bundesvorsitz beendet worden. Der Schritt folgt wochenlangen Spannungen zwischen dem Landesverband und der Bundesführung. Schütz hatte sich zuvor bereits aus einer regionalen Führungsposition zurückgezogen, nachdem es zu Konflikten mit der Mitbegründerin Sahra Wagenknecht gekommen war.

Ursprünglich wollte Schütz zwar Co-Vorsitzender des BSW-Landesverbands Thüringen bleiben, gab dieses Vorhaben jedoch aufgrund eines Machtkampfs mit Wagenknecht auf. Später strebte er das Amt des stellvertretenden Bundesvorsitzenden an, scheiterte jedoch daran, auf dem Parteitag in Magdeburg ausreichend Unterstützung der Delegierten zu erhalten.

Nach einem Austausch mit Wagenknecht nahm Schütz deren Angebot an und zog seine Kandidatur zurück. Anschließend rief er dazu auf, die Konflikte zwischen dem Thüringer Landesverband und der Bundesführung zu beenden. Trotz seines Rückzugs betonte er, weiterhin aktiv in der Partei mitwirken zu wollen.

Wagenknecht kündigte unterdessen an, sich als Vorsitzende auf die Einrichtung einer Grundwertekommission zu konzentrieren. Sie betonte, zwar in der Parteiführung zu bleiben, sich aber nicht in organisatorische Streitigkeiten einmischen zu wollen.

Mit Schütz’ Rückzug bleibt die Position des stellvertretenden Bundesvorsitzenden unbesetzt. Wagenknechts neue Kommission hat nun Vorrang, während Schütz als einfaches Parteimitglied ohne Führungsamt verbleibt. Der Konflikt verdeutlicht die anhaltenden Spannungen zwischen dem BSW-Landesverband Thüringen und der Bundesführung.