Mainzer Marktfrühstück startet mit Streit und einer Woche Verspätung
Mainzer Marktfrühstück startet mit Verspätung am Schillerplatz
Am 21. März 2023 hat das beliebte Mainzer Marktfrühstück endlich am Schillerplatz Premiere gefeiert – mit einer Woche Verspätung. Der Start war aufgrund von Protesten Anwohner:innen verschoben worden. Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf das Viertel und des Alkoholkonsums hatten sowohl in der Bevölkerung als auch bei Gewerbetreibenden Forderungen nach einer Neukonzeption laut werden lassen.
Ursprünglich sollte die Veranstaltungsreihe bereits am 14. März beginnen, stieß jedoch auf sofortige Kritik. Anwohner:innen und Händler:innen hinterfragten die Entscheidung, das Frühstück vom bisherigen Standort am Leichhof zu verlegen, wo Überfüllung zunehmend zum Problem geworden war. Die Stadtverwaltung betonte hingegen, der neue Ort biete mehr Platz für größere Besucherzahlen.
Auch Oberbürgermeister Nino Haase äußerte zunächst Zweifel, ob der Schillerplatz der richtige Veranstaltungsort sei. Später verteidigte er die Wahl jedoch und argumentierte, sowohl der Schillerplatz als auch das Fischtor seien geeignete Locations. Lokale Gewerbetreibende fühlten sich hingegen übergangen. Agnese De Covre, Inhaberin des Eiscafé De Covre, kritisierte mangelnde Abstimmung und bezeichnete den Standort als "schlecht gewählt".
Das Marktfrühstück findet nun jeden Samstag von 9 bis 15 Uhr statt – von März bis in den späten Herbst hinein. Die Stadt verspricht, die Bedenken der Anwohner:innen ernst zu nehmen und die Veranstaltung entsprechend anzupassen.
Trotz des Widerstands wurde die Premiere am Schillerplatz durchgeführt. Nun, da die Reihe läuft, steht die Stadt vor der Herausforderung, die Beliebtheit des Events mit den Interessen von Händler:innen und Anwohner:innen in Einklang zu bringen. Weitere Diskussionen über den künftigen Standort und die Organisation sind absehbar.






