Mario Basler zerlegt DFB und Nagelsmann vor der Weltmeisterschaft
Der ehemalige Nationalspieler Mario Basler hat die Führung der deutschen Fußballnationalmannschaft scharf kritisiert. Seine Äußerungen richten sich gegen Bundestrainer Julian Nagelsmann, den DFB sowie die Nominierung bestimmter Spieler. Baslers Aussagen fallen kurz vor der anstehenden Weltmeisterschaft, bei der er der deutschen Mannschaft nur geringe Erfolgschancen einräumt.
Besonders hinterfragte Basler Nagelsmanns Entscheidung, Antonio Rüdiger und Leroy Sané in den Kader zu berufen. Er verwies auf Rüdigers frühere disziplinarische Probleme und zweifelte daran, ob Sané – der mittlerweile für Galatasaray spielt – seine Nominierung verdient habe. Zwar zeigt Sané in dieser Champions-League-Saison starke Leistungen, doch Basler bleibt von seiner Aufstellung unbeeindruckt.
Der Ex-Mittelfeldspieler sagte zudem voraus, Nagelsmann könnte nach dem Turnier von seinem Posten zurücktreten. Seine Frustration erstreckt sich auch auf den DFB, weshalb er seine Mitgliedschaft im UEFA-Pro-Lizenz-Programm gekündigt hat. Basler erklärte, mit dem deutschen Fußballverband "fertig" zu sein, und vollzieht damit einen endgültigen Bruch mit dessen Strukturen.
Seine Einschätzung der WM-Chancen der deutschen Mannschaft fällt insgesamt düster aus. Ohne konkrete Schwächen zu benennen, deutete er an, dass dem Team die nötige Klasse fehle, um auf höchstem Niveau mithalten zu können.
Baslers Kritik erhöht den Druck auf Nagelsmann vor dem großen Turnier. Sein Rückzug aus den Trainerausbildungsprogrammen des DFB markiert eine klare Abkehr von der Organisation. Die Diskussionen über Spielerauswahlen und die Ausrichtung des Teams werden vor der Weltmeisterschaft voraussichtlich weiter anhalten.






