17 February 2026, 16:41

Markus W. erhält Spendenhilfe – während Gil Ofarim die Entschädigung verzögert

Ein Blatt Papier mit der Aufschrift "John Hilton, No. 67, West Smithfield, London".

Hotelangestellter Markus W. bekommt Spenden für seine Leiden - Markus W. erhält Spendenhilfe – während Gil Ofarim die Entschädigung verzögert

Eine Social-Media-Kampagne hat Spenden für Markus W. gesammelt, den Hotelmitarbeiter, der 2021 zu Unrecht vom Sänger Gil Ofarim beschuldigt worden war. Die von Influencern initiierte Aktion kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Ofarim die Zahlung der im außergerichtlichen Vergleich vereinbarten 20.000 Euro Entschädigung hinauszögert. Markus W. plant nun, das gespendete Geld für wohltätige Zwecke und Zeit mit seiner Familie zu verwenden.

Markus W. sah sich jahrelang öffentlicher Kritik ausgesetzt, nachdem Gil Ofarim ihn im Oktober 2021 fälschlicherweise des Antisemitismus bezichtigt hatte. Ermittlungen, Zeugenaussagen und Videoanalysen entlasteten W. später vollständig von jedem Vorwurf. Ofarim entschuldigte sich 2023 vor Gericht und willigte ein, 20.000 Euro an W. sowie 10.000 Euro an gemeinnützige Organisationen zu zahlen.

Laut Ofarims Anwalt soll die Zahlung erfolgen, sobald der Sänger über die notwendigen Mittel verfügt. Unterdessen verdiente Ofarim 2023 durch seinen Auftritt in der Show Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! rund 400.000 Euro, darunter 100.000 Euro Siegprämie.

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Die öffentliche Wahrnehmung von Markus W. hat sich seit den Vorwürfen deutlich gewandelt. Während er einst als Beschuldigter dargestellt wurde, gilt er heute weithin als Opfer falscher Anschuldigungen. Die aktuelle Spendenaktion spiegelt die wachsende Solidarität wider – W. möchte einen Teil der Gelder an Organisationen wie HateAid und Minilöwen spenden und sich zudem seiner Familie widmen.

Die ausstehende Entschädigung durch Ofarim bleibt trotz dessen jüngster Einnahmen ungeklärt. Dank der öffentlichen Unterstützung verfügt Markus W. nun über finanzielle Sicherheit, die es ihm ermöglicht, sich auf wohltätige Projekte und seine persönliche Erholung zu konzentrieren. Der Fall zeigt nach wie vor, welche langfristigen Folgen falsche Beschuldigungen für unschuldig Betroffene haben können.