Mauerstetten wählt: Erfahrung oder frischer Wind für die Gemeinde?
Jonas SchmidtMauerstetten wählt: Erfahrung oder frischer Wind für die Gemeinde?
Bürgermeisterwahl in Mauerstetten: Am 8. März entscheidet sich die Zukunft der Gemeinde
Am 8. März findet in Mauerstetten die nächste Bürgermeisterwahl statt – zwei Kandidaten buhlen um das Amt. Der amtierende Bürgermeister Armin Holderried, der die Gemeinde seit 18 Jahren führt, trifft auf den Gemeinderat Benjamin Schick. Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen lokale Themen wie Wohnraum, Wirtschaftsförderung und die angespannte Haushaltslage der Gemeinde.
Vor der Abstimmung erhalten die Bürgerinnen und Bürger die Gelegenheit, beide Kandidaten in einer öffentlichen Diskussion kennenzulernen. Die Veranstaltung, die am 3. Februar im Sonnenhof stattfindet, dient zugleich dazu, die Bewerber für den Gemeinderat vorzustellen.
Die Wahl fällt in eine schwierige Phase für Mauerstetten. Seit 2025 kämpft die Gemeinde mit einem chronisch defizitären Haushalt, nachdem die Einnahmen aus der Gewerbesteuer drastisch eingebrochen sind. Weder Holderried noch Schick haben bisher einen detaillierten Sechs-Jahres-Plan für die Bereiche Finanzen, Verkehr oder Infrastruktur vorgelegt.
Erfahrung gegen neuen Elan Holderried, 59, wirbt mit seiner langjährigen Erfahrung und betont Stabilität. Er verweist auf seine parteiunabhängige, pragmatische Führungsbilanz und argumentiert, dass Kontinuität im Interesse der Gemeinde liege.
Sein Herausforderer Schick, 40, bringt frischen Wind in den Wahlkampf. Der gelernte Zahntechniker sitzt seit sechs Jahren im Gemeinderat und sieht seine Kandidatur als logischen nächsten Schritt. Als Familienvater mit zwei Kindern präsentiert er sich als Kandidat, der sich noch stärker für das Gemeinwohl engagieren will.
Podiumsdiskussion als Entscheidungshilfe Die Debatte am 3. Februar, organisiert von der Allgäuer Zeitung Kaufbeuren, wird sich mit den drängenden kommunalen Herausforderungen befassen. Gleichzeitig bietet sie Einblicke in die persönlichen Hintergründe und Zukunftsvisionen der Kandidaten für Mauerstetten.
Die Bürger können dabei direkt vergleichen, wie beide Bewerber Themen wie Wohnraumpolitik, Unterstützung für lokale Unternehmen und Verkehrskonzepte angehen. Besonders brisant: Wie wollen sie den Haushalt sanieren und gleichzeitig die Entwicklungsbedürfnisse der Gemeinde erfüllen?
Die Diskussion am 3. Februar wird die Weichen für die Wahl am 8. März stellen. Die Wähler müssen sich dann zwischen Holderrieds Betonung von Erfahrung und Schicks Plädoyer für einen Führungswechsel entscheiden.
Das Ergebnis wird maßgeblich prägen, wie Mauerstetten seine finanziellen Probleme und die langfristige Planung angeht. Der neue Bürgermeister übernimmt das Amt – ohne dass bisher eine klare Strategie für die dringendsten Aufgaben der Gemeinde vorliegt.
