Max Kruse wagt überraschendes Comeback in der Hamburg-Oberliga mit TuS Dassendorf
Jana SimonTrikotnummer 99: Max Kruse kehrt in die Oberliga zurück - Max Kruse wagt überraschendes Comeback in der Hamburg-Oberliga mit TuS Dassendorf
Der ehemalige Nationalspieler Max Kruse hat mit seinem überraschenden Wechsel zu TuS Dassendorf in die Hamburg-Oberliga eine Rückkehr zum Amateurfußball gewagt. Der 35-Jährige, der im Dezember 2023 seine Profikarriere beendete, läuft seit April 2024 zudem für die zweite Mannschaft von Al-Dersimspor Berlin auf. Sein Debüt für Dassendorf gab er als Einwechselspieler beim 4:1-Sieg gegen den TSV Buchholz 08 – in einem ungewöhnlichen Trikot mit der Nummer 99.
Kruses Engagement bei TuS Dassendorf bedeutet seine erste Station in der Hamburg-Oberliga seit über 15 Jahren. Damals spielte er noch für die zweite Mannschaft des FC St. Pauli, bevor seine Profikarriere Fahrt aufnahm. Obwohl er seine aktive Zeit in der 2. Bundesliga mit SC Paderborn beendete, steht ein Startelf-Einsatz für Dassendorf bisher noch aus. Die nächste Gelegenheit dazu bietet sich am 15. März im Spiel gegen den FC Türkei.
Bei seinem neuen Verein hat sich Kruse schnell beliebt gemacht – seine Teamkollegen beschreiben ihn als 'einen super Typen, wirklich sympathisch'. Besonders kurios ist das Wiedersehen mit Martin Harnik, mit dem er bereits in der Jugend bei SC Vier- und Marschlande spielte und später bei Werder Bremen zusammenarbeitete. Harnik, mittlerweile Mannschaftskapitän in Dassendorf, erzielte kürzlich einen Hattrick in einem Spiel, an dem auch Kruse beteiligt war.
Dank der geografischen Distanz zwischen Berlin und Hamburg bleibt Kruse spielberechtigt für beide Vereine. Seit seinem Karriereende war er nicht mehr in deutschen Unterklassen aktiv – seine parallelen Amateur-Engagements markieren daher eine ungewöhnliche Wendung in seiner Laufbahn.
Mit Kruses Rückkehr zum Basis-Fußball bringt TuS Dassendorf nicht nur Erfahrung, sondern auch einen bekannten Namen ins Team. Die Möglichkeit, für zwei Vereine gleichzeitig auflaufen zu dürfen, gibt ihm zudem flexible Planungsmöglichkeiten. Das nächste Spiel gegen den FC Türkei wird zeigen, ob er bei den Oberligern erstmals von Beginn an auf dem Platz steht.
