Mehr Geldautomaten für Bremen
Bremen unternimmt Schritte, um den Zugang zu Bargeld und Bankdienstleistungen in allen Stadtteilen zu verbessern. Die Senatskanzlei und die Sparkasse Bremen haben nach Beschwerden von Anwohnern – insbesondere älteren Menschen – über das Verschwinden von Geldautomaten neue Maßnahmen vereinbart. Ein Pilotprojekt soll nun finanzielle Beratungsangebote und mobile Geldautomaten in benachteiligte Viertel bringen.
Das Problem wurde während der Besuche von Bürgermeister Andreas Bovenschulte in lokalen Gebieten Ende 2025 deutlich. Vor allem ältere Bürger klagten über weite Wege zum nächsten Geldautomaten, nachdem viele Geräte abgebaut worden waren. Ortsbeiräte hatten bereits Beschlüsse gefasst, die eine bessere Bargeldversorgung forderten.
Als Reaktion nahm der Bürgermeister Kontakt zur Sparkasse Bremen, zur Nord/LB, zur Deutschen Bank und zu Bankenverbänden auf, um das Problem zu erörtern. Viele Geldautomaten waren aufgrund wiederholter Sprengstoffanschläge verschwunden, zudem verweigerten Grundstückseigentümer die Vermietung von Flächen für neue Automaten. Die Senatskanzlei arbeitete daraufhin mit den Bezirksämtern und Ortsbeiräten an Lösungen.
Die Sparkasse Bremen wird nun zwei mobile Geldautomaten für den kurzfristigen Einsatz in unterversorgten Gebieten einführen. Jedes Gerät bleibt mindestens drei Monate an einem Standort, bevor es weiterzieht. Mögliche Standorte sind das Nachbarschaftszentrum Huckelriede und das Gemeinschaftszentrum Obervieland; die Sparkasse Bremen hat ihre Pläne zur Beantragung bestätigt.
Über die Geldautomaten hinaus testet die Senatskanzlei ein neues Angebot: Finanzberater werden zu festen Zeiten in öffentlichen Räumen Sprechstunden anbieten. Damit soll die Bankenunterstützung direkt in Stadtteile wie Huckelriede, Walle, die Östlichen Vororte und die Innenstadt gebracht werden.
Im Rahmen des Pilotprojekts werden mobile Geldautomaten und Beratungsdienste in ausgewählten Vierteln eingeführt. Die Sparkasse Bremen und die Senatskanzlei arbeiten mit lokalen Initiativen zusammen, um die besten Standorte auszuwählen. Ziel ist es, dass Anwohner – insbesondere ältere Menschen – leichter an Bargeld und bankbezogene Hilfe kommen.
