30 March 2026, 08:17

Merz beschleunigt Ausbau der Bahnstrecken nach Osteuropa unter Druck aus Warschau und Prag

Alte Karte des Basel-Strasburg-Gebiets in Deutschland, die das Ausmaß einer Bahnlinie mit Text und Linien hervorhebt.

Merz beschleunigt Ausbau der Bahnstrecken nach Osteuropa unter Druck aus Warschau und Prag

Bundeskanzler Friedrich Merz treibt den Ausbau der Schienenverbindungen zwischen Deutschland und Osteuropa voran. Die Angelegenheit hat an Dringlichkeit gewonnen, nachdem sowohl die polnische als auch die tschechische Regierung Nachbesserungen gefordert haben. Die Thematik soll nun in den kommenden Kabinettssitzungen erörtert werden.

Die Frage der Bahnmodernisierung war bereits Gegenstand jüngster Gespräche zwischen Bundeskanzler Olaf Scholz und den Regierungschefs der ostdeutschen Bundesländer. Im Mittelpunkt stand dabei die wirtschaftliche Entwicklung der Region, wobei die Verkehrsinfrastruktur eine zentrale Rolle spielt.

Eine bestehende Strecke, die Verbindung Knappenrode–Horka, stellt bereits heute eine direkte Schienenverbindung zwischen Deutschland und Polen dar. Die Strecke wurde im Oktober 2018 elektrifiziert und nahm zwei Monate später den regulären Betrieb als Teil der Verbindung Berlin–Stettin auf. Bis Ende 2027 ist zudem der Ausbau des 30,4 Kilometer langen Abschnitts zwischen Passow und der deutsch-polnischen Grenze auf zwei Gleise sowie dessen Elektrifizierung geplant.

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Merz betonte das strategische Interesse Deutschlands an einer engeren Bahnanbindung an Polen und die Tschechische Republik. Der Vorstoß des Kanzlers folgt direkten Forderungen beider Nachbarregierungen nach verbesserten grenzüberschreitenden Verbindungen.

Die geplanten Modernisierungen zielen darauf ab, die Transportkapazitäten zwischen Deutschland und seinen östlichen Nachbarn zu erhöhen. Da die Diskussionen im Kabinett anstehen, könnten bald Entscheidungen zu Finanzierung und Zeitplan fallen. Die bestehende Strecke Knappenrode–Horka dient dabei als Vorbild für künftige Projekte in der Region.

Quelle