29 March 2026, 16:19

Merz bremst Kohleausstieg: Braunkohle soll länger Strom liefern – doch die Lausitz setzt auf Wind und Sonne

Schwarze und weiße Zeichnung von Menschen vor einem Fabrikgebäude mit Häusern und Rauch aus Schornsteinen, mit der Beschriftung "Kohlebergbau-Katastrophe in England das Ende" unten.

Merz bremst Kohleausstieg: Braunkohle soll länger Strom liefern – doch die Lausitz setzt auf Wind und Sonne

Deutschlands Kohleausstieg droht Verzögerungen – Merz plädiert für längere Laufzeiten von Braunkohlekraftwerken

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Der geplante Kohleausstieg Deutschlands könnte sich verzögern, nachdem Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) eine Verlängerung des Betriebs von Braunkohlekraftwerken ins Spiel gebracht hat. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Bundesregierung kurz davorsteht, dem Energiekonzern LEAG im Rahmen der bestehenden Ausstiegsvereinbarung rund 1,75 Milliarden Euro als Entschädigung zu zahlen. Gleichzeitig treibt die Lausitz, traditionell geprägt durch den Braunkohleabbau, ihre Wende hin zu erneuerbaren Energien voran.

Die Region Lausitz, jahrzehntelang von der Braunkohle abhängig, baut unter der Führung von LEAG zunehmend Wind- und Solarprojekte aus. Diese Transformation entspricht dem deutschen Kohleausstiegsgesetz, das ursprünglich bis 2038 bis zu 40 Milliarden Euro für den Strukturwandel in den Bergbauregionen vorsah. Davon waren 43 Prozent für die Lausitz vorgesehen, der Rest sollte auf das Rheinische und das Mitteldeutsche Revier aufgeteilt werden.

Merz argumentierte, dass Kohlekraftwerke bei drohenden Energieengpässen länger in Betrieb bleiben müssten. Zudem forderte er einen beschleunigten Bau von Gaskraftwerken, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Seine Äußerungen stießen bei den Grünen auf Kritik, die Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) aufforderten, mögliche Verzögerungen abzulehnen. Die Partei betonte, es gelte, Arbeitsplätze zu sichern und die Investitionen in erneuerbare Energien konsequent fortzuführen.

Die Debatte um die Zukunft der Kohle setzt regionale Verantwortungsträger und Energieunternehmen unter Druck. Sowohl die Entschädigungszahlungen an LEAG als auch die grüne Energiewende in der Lausitz geraten in Unsicherheit, sollte sich der Fahrplan für den Ausstieg verschieben. Die Entscheidung wird maßgeblich beeinflussen, wie schnell Deutschland sich von fossilen Brennstoffen lösen kann – ohne dabei die Stabilität der Stromversorgung zu gefährden.

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