Mieterbund fordert gerechtere Verteilung der Modernisierungskosten für einkommensschwache Haushalte
Felix MaierMieterbund fordert gerechtere Verteilung der Modernisierungskosten für einkommensschwache Haushalte
Axel Gedaschko, Präsident des Deutschen Mieterbunds, fordert dringende Reformen bei der Verteilung von Modernisierungskosten zwischen Vermietern und Mietern. Sein Vorwurf: Das aktuelle System belaste einkommensschwache Haushalte unzumutbar – darunter auch Alleinerziehende, die teilweise nur 4,50 Euro Kaltmiete zahlen.
Bisher dürfen Vermieter die Kosten für Sanierungen, etwa den Einbau klimafreundlicher Heizsysteme, gleichmäßig auf alle Mieter umlegen. Gedaschko kritisiert, dass diese Praxis Einkommensunterschiede ignoriert und finanziell schwächere Haushalte übermäßig belastet.
Als Lösung schlägt er ein gestaffeltes Modell vor: Mieter mit höherem Einkommen sollen einen größeren Anteil der Modernisierungskosten tragen. Ziel ist es, Mietanpassungen an die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Menschen anzupassen.
Gedaschko drängt die Regierungsparteien zu raschem Handeln. Ohne Reform werde das bestehende System weiterhin sozial benachteiligte Mieter im ganzen Land unangemessen belasten, warnt er.
Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie sich soziale Gerechtigkeit mit der Notwendigkeit energetischer Sanierungen vereinbaren lässt. Sollte der Vorschlag umgesetzt werden, würde die finanzielle Last stärker auf einkommensstärkere Mieter verlagert. Nun müssen Vermieter und Politiker entscheiden, wie es mit dem Plan weitergeht.






