Müllwerker in Bremen streiken erneut für faire Löhne und Mitbestimmung
Felix MaierMüllwerker in Bremen streiken erneut für faire Löhne und Mitbestimmung
Müllwerker, die bei der SRB in Bremen beschäftigt sind, wollen heute erneut in den Streik treten. Die Gewerkschaft ver.di hat zu weiteren Arbeitsniederlegungen aufgerufen, nachdem Verhandlungen zur Beilegung des anhaltenden Tarifkonflikts gescheitert sind. Die Spannungen haben sich verschärft, da die Geschäftsführung laut Gewerkschaftsvertretern jede Gesprächsbereitschaft verweigert.
Der Streik beginnt um 8:30 Uhr vor dem Bremer Arbeitsgericht am Wall. Die Beschäftigten sind aufgerufen, sich an der Protestaktion zu beteiligen, die auf eine Reihe ungelöster Konflikte folgt. Der private Dienstleister hat bereits angedroht, die Straßenreinigung an externe Firmen auszulagern, sollte der Streit anhalten.
In einer morgendlichen Anhörung wird entschieden, ob der Arbeitgeber dem Betriebsrat rechtlich untersagen kann, seine Position zum Konflikt öffentlich zu vertreten. Gewerkschaftsvertreter werfen dem Unternehmen vor, gewählte Betriebsratsmitglieder bereits am öffentlichen Äußern zu dem Thema gehindert zu haben. Der ver.di-Sprecher Pit Eckert warf der SRB-Führung vor, durch ihre Haltung Streiks bewusst zu provozieren, statt in Verhandlungen einzutreten.
Die Gewerkschaft argumentiert, dass Kürzungen im Haushalt vor allem Geringverdiener hart treffen. Trotz wiederholter Aufrufe zu Gesprächen gab es bisher keine Fortschritte bei der Lösung der Lohnfragen. Der Streik unterstreicht die festgefahrene Situation zwischen der SRB und ihren Beschäftigten. Die gerichtliche Entscheidung über das Recht des Betriebsrats, seine Haltung zu kommunizieren, wird die weiteren Schritte maßgeblich beeinflussen. Die Arbeiter fordern faire Bezahlung und das uneingeschränkte Recht, ihre Anliegen frei zu äußern.






