Nach tödlichem Angriff: Verkehrsminister fordern mehr Schutz für Zugbegleiter
Anton HuberVerkehrsminister wollen Schutz für Bahnpersonal beraten - Nach tödlichem Angriff: Verkehrsminister fordern mehr Schutz für Zugbegleiter
Verkehrsminister in ganz Deutschland fordern bessere Schutzmaßnahmen für Zugbegleiter nach tödlichem Angriff in Rheinland-Pfalz
Die Forderung kommt vor einem entscheidenden Treffen Ende dieses Monats, bei dem Beamte über Wege beraten wollen, um Mitarbeiter vor der zunehmenden Gewalt in Zügen zu schützen.
Der tödliche Übergriff hat bei den Landesregierungen dringenden Handlungsbedarf ausgelöst. Lydia Hüskens, Infrastrukturministerin von Sachsen-Anhalt, betonte, dass eine einzelne Lösung nicht ausreiche. Sie forderte ein Bündel an Maßnahmen, um das wachsende Problem der Gewalt gegen Bahnmitarbeiter zu bekämpfen.
Daten von DB Regio Nordost zeigen das Ausmaß der Problematik: Allein im Jahr 2023 gab es in Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern 250 gemeldete Straftaten gegen Beschäftigte – darunter körperliche Angriffe, Bedrohungen und verbale Beleidigungen.
Auch Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter unterstrich die Notwendigkeit stärkerer Schutzvorkehrungen. Gleichzeitig forderte er mehr Unterstützung für Mitarbeiter, die am Arbeitsplatz mit Aggressionen konfrontiert sind. Martin Burkert, Vorsitzender der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG), schlug eine konkrete Maßnahme vor: die doppelte Besetzung von Regionalzügen, um sicherzustellen, dass kein Mitarbeiter während der Schicht allein ist.
Die Beratungen finden am 25. und 26. März in Lindau am Bodensee statt. Dort wollen Minister und Gewerkschaftsvertreter die aktuellen Sicherheitsrichtlinien überprüfen und neue Schutzkonzepte erörtern.
Im Mittelpunkt des Treffens in Lindau stehen konkrete Schritte zur Verbesserung der Sicherheit von Zugbegleitern. Sollten die Vorschläge angenommen werden, könnten die Änderungen strengere Strafen für Täter, bessere Personalkonzepte oder erweiterte Schulungen umfassen. Die Ergebnisse könnten einen neuen Standard für den Schutz von Bahnmitarbeitern im gesamten Land setzen.
