Neu-Gablonz: Historisches Gebäude verliert seine Flüchtlingsfamilien für die Sanierung
Felix MaierNeu-Gablonz: Historisches Gebäude verliert seine Flüchtlingsfamilien für die Sanierung
Ein historisches Gebäude in Neu-Gablonz erhält ein neues Gesicht: Die umfangreichen Sanierungsarbeiten haben begonnen. Das rotziegelige Bauwerk an der Falkenstraße, einst ein lebendiger Ort für Debatten während der industriellen Blütezeit der Region, beherbergt heute eine Flüchtlingsunterkunft. Doch sowohl für das Gebäude als auch für seine aktuellen Bewohner, die Familien, steht ein Wandel bevor.
Seit 2022 dient das Haus als vorübergehende Bleibe für geflüchtete Ukrainerinnen und Ukrainer. Betrieben vom Caritasverband für die Diözese Dresden-Meißen e.V., fungiert es als Erstaufnahmeeinrichtung für Familien, die vor dem Krieg fliehen. Mittlerweile ist das Gebäude mit Gerüsten verhüllt, während Handwerker die ursprüngliche Ziegelfassade freilegen und mit den Instandsetzungsarbeiten beginnen.
Die Stadt Kaufbeuren hat bestätigt, dass die dort lebenden Flüchtlingsfamilien in den kommenden Monaten umgesiedelt werden. Die Verlegung erfolgt im Zuge der geplanten Sanierung des seit Jahrzehnten prägenden Wahrzeichens der Region. Ursprünglich spielte das Gebäude eine zentrale Rolle in der industriellen Ära Gablonz’ und war Schauplatz von Versammlungen und Diskussionen, die das Gemeinschaftsleben prägten. Mit Beginn der Bauarbeiten werden die Familien nun schrittweise in alternative Unterkünfte verlegt. Der Caritasverband wird den Prozess begleiten, um einen reibungslosen Übergang für die Betroffenen zu gewährleisten.
Die Sanierung markiert einen Neuanfang für das Gebäude an der Falkenstraße. Sobald die Familien umgesiedelt sind, wird die Bausubstanz unter Wahrung des historischen Charakters wiederhergestellt. Noch steht jedoch nicht fest, welche Nutzung der Standort nach Abschluss der Arbeiten finden soll.
