Niedersachsen kämpft um den 8. März als offiziellen Feiertag für Gleichberechtigung
Jana SimonNiedersachsen kämpft um den 8. März als offiziellen Feiertag für Gleichberechtigung
In Niedersachsen läuft eine Kampagne, um den 8. März, den Internationalen Frauentag, zu einem offiziellen Feiertag zu erklären. Das Bundesland hat derzeit mit nur zehn die wenigsten gesetzlichen Feiertage in Deutschland. Befürworter argumentieren, dass dieser Schritt die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie stärker in den Fokus rücken würde.
Ein Bündnis aus DGB, Ver.di und dem Landesfrauenrat startete 2024 eine Petition für den neuen Feiertag. Mit über 5.000 Unterschriften erreichte es, dass sich der Petitionsausschuss mit dem Anliegen befasst. Nun prüft das Innenministerium den Vorschlag.
Die Unterstützer planen Gespräche mit Landtagsabgeordneten und der Öffentlichkeit, um für ihre Forderung zu werben. Zudem werden sie an der Plenarsitzung am Mittwoch teilnehmen, um weiter Druck auf die Entscheidungsträger auszuüben. Sollte der Feiertag eingeführt werden, bliebe die Schule an diesem Tag geschlossen – eine Gelegenheit für Schülerinnen und Schüler, sich mit der Bedeutung des Tages auseinanderzusetzen.
Einige Wirtschaftsverbände äußerten Bedenken wegen möglicher wirtschaftlicher Auswirkungen. Studien zeigen jedoch, dass ähnliche Feiertage in anderen Regionen keine negativen Folgen hatten.
Damit der Vorschlag vorankommt, muss eine Fraktion im Landtag einen offiziellen Antrag einbringen. Bei Erfolg würde der 8. März in ganz Niedersachsen zu einem bezahlten freien Tag. Ziel der Initiative ist es, die Gleichstellung der Geschlechter und politische Teilhabe stärker im öffentlichen Bewusstsein zu verankern.
