Niedersachsens Innenministerin warnt vor Eskalation beim Derby zwischen Hannover 96 und Braunschweig
Anton HuberInneres: Ultras haben ein Problem in den eigenen Reihen - Niedersachsens Innenministerin warnt vor Eskalation beim Derby zwischen Hannover 96 und Braunschweig
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hat vor dem Derby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig Bedenken zur Stadionsecurity geäußert. Die für Freitag, 18:30 Uhr, in der Landeshauptstadt anstehende Partie hat Forderungen nach schärferen Maßnahmen gegen Fangewalt ausgelöst.
Behrens kritisierte den hohen Polizeiaufwand bei manchen Fußballspielen und bezeichnete den Einsatz von bis zu 2.000 Beamten als "nicht dauerhaft tragbar". Im Vergleich zu anderen Großveranstaltungen oder Festivals seien deutlich weniger Kräfte nötig, so die Ministerin.
Sie erwartet von den Fangruppen, selbst Verantwortung zu übernehmen und gewaltbereites Verhalten in den eigenen Reihen zu unterbinden. Gewalt habe in der Fankultur nichts verloren, betont Behrens, und fordert einen Mentalitätswandel vor dem anstehenden Derby.
Ihre klare Haltung zur Sicherheit macht sie bei Teilen der Anhängerschaft beider Vereine unbeliebt. Dennoch bleibt die Ministerin unnachgiebig: Sollten die Fans nicht handeln, müssten Politik und Fußballverbände eingreifen. Ihr Ziel ist es, die Polizeipräsenzen in den Stadien während der Spiele zu verringern und so ein sicheres Umfeld für alle Besucher zu schaffen.
Das bevorstehende Derby rückt das Thema Fangewalt und die damit verbundenen Sicherheitskosten in den Fokus. Behrens' Warnungen deuten auf mögliche Verschärfungen hin, falls die Gewalt weitergeht. Die Fangruppen stehen nun unter Druck, strengere Selbstkontrollen durchzusetzen, bevor die Behörden einschreiten.