20 June 2026, 00:15

NRW-Politiker fordern legale Mikrohandel-Zonen für Crack in Konsumräumen

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

NRW-Politiker fordern legale Mikrohandel-Zonen für Crack in Konsumräumen

Politiker in Nordrhein-Westfalen drängen auf eine rechtliche Prüfung des Mikrohandels in Drogenkonsumräumen. Torsten Burmester (SPD) und Stephan Keller (CDU) haben sich in einem Schreiben an Justizminister Benjamin Limbach (Grüne) für diese Änderung ausgesprochen. Sie argumentieren, dass kontrollierte Einrichtungen helfen könnten, das wachsende Problem der Crackabhängigkeit in Städten wie Köln und Düsseldorf in den Griff zu bekommen.

Crack hat Heroin mittlerweile als die am weitesten verbreitete illegale Droge in deutschen Großstädten abgelöst – darunter Hamburg, Berlin, Frankfurt, Köln und Dortmund. In Köln hat sich der Neumarkt zum Haupttreffpunkt für Abhängige entwickelt, was bei Anwohnern und Geschäften erhebliche Belastungen verursacht.

Torsten Burmester wies darauf hin, dass Abhängige früher für soziale Einrichtungen besser erreichbar waren. Durch die Crackabhängigkeit sei die Kontaktaufnahme jedoch deutlich schwieriger geworden. Stephan Keller betonte die sichtbaren Folgen: Nutzer würden in Hauseingängen und vor Ladengeschäften rauchen. Viele finanzierten ihre Sucht durch öffentliches Urinieren, aggressives Betteln, Diebstahl oder Prostitution.

In Düsseldorf gibt es Pläne, schwerstabhängigen Menschen den Kauf und Verkauf kleiner Mengen harter Drogen in medizinisch betreuten Zentren zu ermöglichen. Stephan Keller ist überzeugt, dass ein solches Vorgehen die mit dem Drogenkonsum verbundene Kriminalität verringern könnte. Beide Politiker setzen sich für ähnliche Maßnahmen in Köln ein, um den Handel zu regulieren und sichere Umfelder für Suchtkranke zu schaffen.

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Die vorgeschlagenen gesetzlichen Änderungen zielen darauf ab, spezielle Räume für den Mikrohandel mit harten Drogen zu schaffen. Dadurch ließe sich der Drogenkonsum besser kontrollieren und die öffentliche Belästigung reduzieren. Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund wachsender Sorgen über die sozialen und gesundheitlichen Folgen der Crackabhängigkeit in städtischen Gebieten.

Quelle