Ostdeutsche Flughäfen kämpfen um Comeback nach der Pandemie-Krise
Jonas SchmidtWarum Ostflughäfen straucheln, während andere wieder durchstarten - Ostdeutsche Flughäfen kämpfen um Comeback nach der Pandemie-Krise
Flughäfen in Ostdeutschland kämpfen um Rückkehr zu alten Passagierzahlen nach der Pandemie
Die Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden stehen weiterhin vor großen Herausforderungen, um ihre Passagierzahlen nach der Corona-Krise zu stabilisieren – insbesondere der Billigflugverkehr ist in den vergangenen Jahren stark eingebrochen. Die Landesregierungen in Sachsen und Sachsen-Anhalt haben nun Pläne angekündigt, die finanzielle Förderung für die regionalen Drehkreuze anzupassen.
Mehrere Faktoren belasten die Passagierzahlen in Leipzig/Halle und Dresden Hohe Gebühren in Deutschland haben dazu geführt, dass Airlines wie Ryanair den Standort Leipzig/Halle vollständig aufgegeben haben. Gleichzeitig ziehen konkurrierende Flughäfen in der Nähe – etwa Prag oder der Berliner Flughafen BER – preissensible Reisende mit günstigeren Konditionen und besseren Anbindungen an.
Auch der Inlandsverkehr an beiden Standorten erholt sich nur zögerlich, was unter anderem auf strukturelle Schwächen in der Region zurückzuführen ist. Fluggesellschaften setzen mittlerweile auf Ziele mit stärkerer Tourismusnachfrage oder große Drehkreuze, wo höhere Auslastungen und stabile Einnahmen wahrscheinlicher sind. Diese Entwicklung trifft Ostdeutschland besonders hart: Der Anteil des Billigflugverkehrs in Dresden ist bis 2025 von über 40 auf nur noch 6 Prozent gesunken. Leipzig/Halle verzeichnet einen ähnlichen Rückgang – von knapp 18 auf unter 10 Prozent.
Subventionen werden schrittweise gestrichen – doch die Zukunft bleibt ungewiss Als Reaktion darauf will Sachsen die jährliche Förderung für den Flughafen Dresden ab 2027 auf 9 Millionen Euro erhöhen. Langfristig planen beide Länder jedoch, die Subventionen bis 2030 vollständig auslaufen zu lassen. Dies spiegelt die allgemeinen Schwierigkeiten wider, mit denen vor allem Flughäfen wie Nürnberg – mit wohlhabenderem Einzugsgebiet und stärkeren Tourismusverbindungen – deutlich schneller wieder auf die Beine kommen.
Die Änderungen bringen Dresden zwar kurzfristige finanzielle Entlastung, doch das langfristige Überleben hängt davon ab, ob es gelingt, Billigfluggesellschaften zurückzugewinnen. Ohne tiefgreifendere strukturelle Anpassungen drohen Leipzig/Halle und Dresden weiter zurückzufallen, während Airlines günstigere oder lukrativere Alternativen bevorzugen. Der Subventionsstopp 2030 wird zeigen, ob die Flughäfen eigenständig überlebensfähig sind.
