Patrice Covics emotionaler Bundesliga-Debütreffer krönt einen magischen Abend für Werder Bremen
Jana SimonPatrice Covic erzielt in seiner Heimatstadt und rührt Vater Ante - Patrice Covics emotionaler Bundesliga-Debütreffer krönt einen magischen Abend für Werder Bremen
Patrice Covic traf in der Bundesliga erstmals – und das auf spektakuläre Weise: In der Nachspielzeit besorgte er für Werder Bremen den 4:1-Endstand gegen Union Berlin. Besonders emotional war der Treffer für den 33-Jährigen, denn er fiel in seiner Heimatstadt und krönte damit einen unvergesslichen Abend.
Covics Karriere begann bei Hertha BSC, wo er rasant durch die Jugendmannschaften aufstieg. Bereits mit 14 gab er in der Saison 2004/05 sein Debüt in der U17, bevor er 2007/08 in der U19 und später in der Regionalliga spielte. Meist als rechter Flügelspieler oder offensiver Mittelfeldspieler eingesetzt, bezeichnete er Hertha als "einen besonderen Ort in meinem Herzen" – den Verein, der seine Laufbahn prägte.
Sein Vater, Ante Covic, hinterließ ebenfalls Spuren im Fußball. Der ehemalige Hertha-Spieler und kurzzeitige Cheftrainer der Profis trainiert heute die U19 des Clubs. Diese familiäre Verbindung machte das Tor am Sonntag noch bedeutungsvoller. "Unglaublich", nannte Covic seinen Treffer im Stadion An der Alten Försterei – besonders, weil seine Angehörigen live dabei waren.
Der Treffer in der 94. Minute sicherte Werder den Sieg, brachte aber auch eine humorvolle Situation mit sich: Ob er nach der Tradition des Vereins, die von Ersttorschützen eine Strafe verlangt, zahlen müsse, war unklar. Scherzhaft kündigte Covic an, stattdessen seine Mannschaftskollegen einzuladen. Sein Blick nach vorn gilt jedoch dem Ziel, Bremen bald wieder in die obere Hälfte der Bundesliga zu führen.
Das späte Tor war nicht nur sein erstes in der Bundesliga, sondern auch ein besonderer Moment angesichts der Fußballtradition seiner Familie. Seine Leistung brachte Werder drei wichtige Punkte und unterstrich eine Karriere, die von Beharrlichkeit geprägt ist. Jetzt steht der Fokus auf Bremens Aufstiegskampf – und vielleicht einem weiteren emotionalen Höhepunkt auf dem Platz.
