13 March 2026, 02:17

Pharmazeutische Dienstleistungen: Warum Apotheken trotz 537 Millionen Euro Budget kämpfen

Der Eingang einer Apotheke mit einem "Apotheke"-Schild auf der linken Seite, einer Tafel mit Text auf der rechten Seite und beleuchteten Lampen auf dem Dach.

Pharmazeutische Dienstleistungen: Warum Apotheken trotz 537 Millionen Euro Budget kämpfen

Deutschlands vergütete pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) stehen vor großen finanziellen Herausforderungen. Trotz eines Budgets von 537 Millionen Euro kämpfen viele Apotheken damit, bei zentralen Angeboten die Gewinnzone zu erreichen. Branchenverbände fordern nun dringend Reformen, um die Dienstleistungen langfristig tragfähig zu machen.

Besonders bei Bluthochdruck-Risikochecks, einer der häufigsten pDL-Leistungen, übersteigen die Kosten für die Apotheken die Einnahmen. Pro Untersuchung verbleibt ihnen netto nur ein Erlös von 11,20 Euro – mehr als die Hälfte aller Apotheken arbeitet damit defizitär. Lediglich etwa ein Drittel schafft es, schwarze Zahlen zu schreiben.

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (DAV) pocht auf höhere Vergütungen, um das Angebot zu sichern. Gleichzeitig betont die Freie Apothekerschaft (FA), dass Apotheken zwar über das nötige Fachwissen verfügen, die aktuellen Zahlungen die Kosten aber oft nicht decken.

Neben der Finanzierungslücke belasten Personalmangel, hoher Verwaltungsaufwand und strenge räumliche Vorgaben die Apotheken. Zusätzliche Spannungen zwischen den Gesundheitsberufen verschärfen die Lage. Ohne Kurskorrektur droht es, das volle Potenzial des Programms ungenutzt zu lassen.

Die Zukunft der pDL hängt von finanziellen Reformen ab. Bleiben die Vergütungen unzureichend, könnten viele Apotheken die Leistungen einstellen. Ein Budget von 537 Millionen Euro bleibt solange unausgeschöpft, wie die Ausgaben die Einnahmen der Anbieter übersteigen.

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