24 January 2026, 10:21

Protest gegen Atomtransporte: Aktivisten ziehen über umstrittene Brücken in Bottrop

Eine Gruppe von Menschen marschiert auf der Straße in Berlin, einige halten Schilder und Banner, andere fahren Fahrräder, mit einem Gebäude im Hintergrund, das Fenster, Bögen, Säulen, Skulpturen und Bäume aufweist.

Protest gegen Atomtransporte: Aktivisten ziehen über umstrittene Brücken in Bottrop

In Bottrop soll eine Demonstration gegen Atomtransporte stattfinden. Rund 100 Aktivistinnen und Aktivisten wollen gegen die geplanten Transporte hochgefährlichen nuklearen Materials protestieren. Ihre Bedenken gelten vor allem den Sicherheitsrisiken, insbesondere in der Nähe großer Baustellen und maroder Brücken entlang der Strecke.

Das Münsterländer Bündnis gegen Atommüll hat unter dem Motto „Hochradioaktiver Atommüll gehört nicht auf die Autobahn“ seinen Widerstand deutlich gemacht.

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Die Kundgebung beginnt in der Nähe der A2 bei Bottrop-Süd. Von dort aus wollen die Demonstranten durch Wohngebiete in Bottrop-Fuhlenbrock ziehen. Ein zentraler Teil ihres Plans sieht vor, Brücken über die A2 zu überqueren – ein Vorhaben, das die Polizei zunächst aus Sicherheitsgründen untersagt hatte.

Die Veranstalter klagten erfolgreich in einem Eilverfahren gegen das Verbot und erhielten die Erlaubnis, ihren Marsch wie geplant durchzuführen. Ziel der Proteste sind die anstehenden Castor-Transporte, bei denen 152 Lkw-Ladungen mit Atommüll vom Forschungszentrum Jülich nach Ahaus gebracht werden sollen. Bisher wurden jedoch keine offiziellen Termine für die Transporte bekannt gegeben.

Auch der nordrhein-westfälische Landesverband des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND NRW) hat rechtliche Schritte eingeleitet. Die Organisation reichte Klage gegen die Genehmigung der Transporte ein, doch das Verwaltungsgericht Berlin wies ihren Eilantrag am 9. Januar 2026 ab. Dennoch bleibt der genaue Zeitpunkt der Transporte weiterhin unter Verschluss.

Die Demonstration unterstreicht die anhaltenden Sorgen um die Sicherheit beim Transport von Atommüll. Trotz gescheiterter juristischer Versuche, die Transporte zu stoppen, sind die Aktivistinnen und Aktivisten entschlossen, ihren Protest lautstark zu äußern. Die Kundgebung wird stattfinden – und die Veranstalter dürfen nun rechtmäßig die A2-Brücken als Teil ihrer Route nutzen.