27 June 2026, 12:11

Proteste an Berliner Schule: Sollte die AfD an Podiumsdiskussionen teilnehmen dürfen?

Wahlveranstaltungen in Schulen

Proteste an Berliner Schule: Sollte die AfD an Podiumsdiskussionen teilnehmen dürfen?

Schüler einer Berliner Schule protestierten gegen die Teilnahme der rechtsextremen AfD an einer Podiumsdiskussion. Dennoch nahm die Partei an der Veranstaltung am TIEM-Oberstufenzentrum in Spandau teil. Kritiker warfen der AfD vor, die Plattform für Wahlkampf ohne inhaltliche Debatte zu nutzen.

Die AfD ist seit 2016 im Berliner Abgeordnetenhaus vertreten und aktuell mit Umfragewerten von etwa 18 Prozent zweitstärkste Kraft. Offiziell als rechtsextrem eingestuft, hetzt die Partei regelmäßig gegen Migranten, queere Menschen und Frauen, die sich ihrer Ideologie widersetzen.

Besonders junge Zielgruppen stehen im Fokus ihrer Rhetorik. Reden des ehemaligen AfD-Abgeordneten Maximilian Krah verbreiten sich etwa auf Plattformen wie TikTok. Manche warnen, ein Ausschluss der AfD von Schulveranstaltungen könnte ihre Anziehungskraft auf Schüler sogar noch verstärken.

Schulen dürfen Politiker ausschließen, wenn deren Auftreten pädagogischen Zielen widerspricht. Die Einladung der AfD zu solchen Diskussionen gilt als verantwortungslos. Gegner argumentieren, sie verstoße gegen die politische Neutralitätspflicht und demokratische Grundwerte.

Ein Verbot der AfD würde ein klares Signal gegen Rechtsextremismus setzen. Doch die Entscheidung bleibt umstritten. Schulen müssen die Meinungsfreiheit mit ihrer Verantwortung abwägen, demokratische Prinzipien zu verteidigen.

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