21 June 2026, 02:16

"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Ärgernisse mit Humor und Gelassenheit meistern sollten

Der Karotte ohne den Stock: Klaus Eckel über radikale Freundlichkeit

"Radikale Freundlichkeit": Warum wir Ärgernisse mit Humor und Gelassenheit meistern sollten

Ein neues Buch mit dem Titel „Radikale Freundlichkeit“ gibt ungewöhnliche Ratschläge im Umgang mit alltäglichen Frustrationen. Statt mit Wut auf Ärgernisse zu reagieren, schlägt es vor, sie mit Freundlichkeit zu begegnen. Die Autorin untersucht zudem, wie verschiedene Kulturen mit Verärgerung auf ganz eigene Weise umgehen.

Das Buch zeigt etwa, wie Österreicher:innen langsame Fahrer auf der linken Spur der Südautobahn nicht als wütend machend, sondern als belebend empfinden. Im selben Land wird das Fluchen mit einer Energiequelle oder sogar einer Art Yoga verglichen. Österreicher:innen verfügen zudem über mehr als 50 Wörter für „Idiot“, darunter „Dodel“, „Wappler“ und „Vollkoffer“.

Die Autorin plädiert für einen sanfteren Umgang mit Selbstkritik. Statt sich selbst als Idiot:in zu bezeichnen, schlägt sie Begriffe wie „kognitiver Minimalist“ vor. Das Buch rät auch dazu, Menschen für kleine Unannehmlichkeiten zu danken – etwa wenn sie den letzten Parkplatz wegschnappen oder sich in der Bäckereischlange vordrängeln.

An anderer Stelle verweist das Buch darauf, dass Isländer:innen über 50 Wörter für „Schnee“ besitzen. Dieser sprachliche Reichtum wird als Kontrast zu der Frustration dargestellt, die oft in Alltagssituationen empfunden wird.

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Das Buch wirbt für einen Perspektivwechsel im Umgang mit Ärgernissen. Es argumentiert, dass Frustration mit Freundlichkeit zu begegnen das Erleben des Alltags verändern kann. Die Beispiele aus Österreich und Island veranschaulichen, wie Sprache und Kultur unsere Reaktionen auf Verärgerung prägen.

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