Rentenreform: Soll das Eintrittsalter bald an die Lebenserwartung geknüpft werden?
Anton HuberRentenreform: Soll das Eintrittsalter bald an die Lebenserwartung geknüpft werden?
Deutschlands Rentensystem steht vor neuer Kritik, während das Land die schrittweise Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 Jahre vorbereitet. Nun hat Thorsten Frei, Chef des Bundeskanzleramts, argumentiert, dass die Menschen noch länger arbeiten sollten, falls die Lebenserwartung weiter steigt. Eine von der Regierung eingesetzte Kommission soll Anfang Juni Reformvorschläge vorlegen.
Das aktuelle Renteneintrittsalter von 67 Jahren ist bereits beschlossen und wird in Kürze vollständig in Kraft treten. Doch Frei betont, dass eine bloße Verlängerung der Arbeitszeit um sechs Monate die grundlegenden Probleme des Systems nicht löse. Stattdessen solle sich der Ausstieg aus dem Berufsleben an der Lebenserwartung orientieren.
Laut Frei gibt es verschiedene Wege, um ältere Arbeitnehmer länger im Job zu halten. Zudem verwies er auf technologische Entwicklungen wie künstliche Intelligenz, die künftige Rentenpolitiken prägen könnten. Der anstehende Bericht der Kommission wird sich voraussichtlich mit diesen Fragen befassen und Reformen vorschlagen.
Die Empfehlungen der Kommission werden Anfang Juni erwartet. Falls sie umgesetzt werden, könnte das Renteneintrittsalter über 67 Jahre hinaus angehoben und direkt an die zu erwartende Lebensdauer geknüpft werden. Die Vorschläge dürften auch untersuchen, wie neue Technologien Arbeit und Rente in den kommenden Jahren verändern könnten.






