Rentenreform: Späterer Ruhestand und strengere Regeln für körperlich Arbeitende
Felix MaierRentenreform: Späterer Ruhestand und strengere Regeln für körperlich Arbeitende
Die Rentenkommission Deutschlands schlägt vor, das Renteneintrittsalter schrittweise an die steigende Lebenserwartung anzupassen. Die Änderungen würden bedeuten, dass Arbeitnehmer später in Rente gehen – wer körperlich anstrengende Berufe ausübt, müsste sich individuellen Gesundheitsprüfungen unterziehen, um vorzeitig ausscheiden zu können.
Aktuell gehen alle Arbeitnehmer in Deutschland mit 67 in Rente, unabhängig von Beruf oder Beitragsgeschichte. Die Kommission will nun die Möglichkeit einer abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren abschaffen. Zudem lehnt sie eine direkte Kopplung des Renteneintrittsalters an die geleisteten Arbeitsjahre ab – trotz der Argumentation von Bundeskanzler Friedrich Merz, dass Spätstarter im Vergleich zu denen, die mit 16 beginnen, „etwas zu wenig“ gearbeitet hätten.
Nach dem neuen Plan würde das Renteneintrittsalter schrittweise steigen: Arbeitnehmer im Jahr 2041 müssten bis 67,5 warten, die von 2051 sogar bis 68. Die Kommission betont, dass Akademiker, die in der Regel mehr verdienen und länger leben, bereits jetzt von höheren Renten über einen längeren Zeitraum profitieren.
Die Reform würde alle dazu verpflichten, länger zu arbeiten – besonders Betroffene ohne Hochschulabschluss. Wer körperlich schwer arbeitet, könnte zwar früher in Rente gehen, allerdings nur nach einer individuellen Gesundheitsbewertung.
Die Vorschläge sehen vor, das bisher feste Renteneintrittsalter von 67 abzuschaffen. Stattdessen würden Arbeitnehmer später in den Ruhestand gehen, wobei Anpassungen an die Lebenserwartung erfolgen. Bei körperlich belastenden Tätigkeiten bliebe ein vorzeitiger Austritt möglich, allerdings unter strengeren Gesundheitsauflagen.
