Republik 21 erhält bis zu 500.000 Euro Staatsgelder – trotz früherer Kritik an politischer Förderung
Jonas SchmidtRepublik 21 erhält bis zu 500.000 Euro Staatsgelder – trotz früherer Kritik an politischer Förderung
Republik 21 (R21) erhält Zugang zu Bundesförderung in Höhe von bis zu 500.000 Euro
Die konservative Denkfabrik Republik 21 (R21) mit Sitz in München kann künftig bis zu 500.000 Euro an staatlichen Mitteln erhalten. Die 2021 gegründete Organisation ist als gemeinnützig anerkannt und hat jüngst ihre bisherige Ablehnung öffentlicher Gelder für politisch nahestehende NGOs revidiert.
R21 wurde 2021 in München als steuerbefreite Denkfabrik ins Leben gerufen. Zu ihrem Kuratorium zählen bekannte Persönlichkeiten wie der Historiker Andreas Rödder und die ehemalige Familienministerin Kristina Schröder (CDU). Unterstützung erhält die Organisation zudem von Jens Spahn, dem Fraktionsvorsitzenden der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
2025 entschied sich R21 überraschend, staatliche Fördergelder anzunehmen – obwohl sie sich zuvor gegen öffentliche Finanzierung für politisch ausgerichtete Nichtregierungsorganisationen ausgesprochen hatte. Dieser Schritt sorgt für Kritik: Von der Bürgerinitiative Campact beauftragte Experten werfen der Denkfabrik vor, klare parteipolitische Bindungen zu haben. R21 weist diese Vorwürfe zurück und betont, unabhängig zu arbeiten sowie alle gesetzlichen Vorgaben einzuhalten.
Verflechtungen mit der Politik
Nils Hesse, ein regelmäßiger Autor von R21, übernahm im Bundeswirtschaftsministerium unter Ministerin Katharina Reiche (CDU) eine Führungsposition. Ein Jahr lang leitete er dort kommissarisch die Abteilung „Reden und Strategische Kommunikation“.
Angesichts der nun möglichen beträchtlichen Bundesförderung werfen die Kehrtwende in der Finanzierungsfrage sowie die Personalie Hesse Fragen nach der politischen Neutralität der Denkfabrik auf. R21 hält dagegen an der Darstellung fest, ihre Arbeit sei unabhängig und rechtlich einwandfrei.






