23 February 2026, 16:46

Rheinland-Pfalz: Städte fordern Millionenhilfen gegen Haushaltsnot und Sanierungsstau

Eine Schwarz-Weiß-Zeichnung einer Stadtkarte mit der Bezeichnung "Vorgeschlagene Verbesserungen", die Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Aufwacher: Was Städte von der nächsten Landesregierung erwarten - Rheinland-Pfalz: Städte fordern Millionenhilfen gegen Haushaltsnot und Sanierungsstau

Städte in der Rheinpfalz kämpfen mit steigenden Kosten, Haushaltslücken und veralteten Verwaltungsstrukturen

Der Städtetag der Rheinpfalz hat nun mit einer detaillierten Forderungsliste auf die prekäre Lage reagiert – gerichtet an die nächste Landesregierung. Die Vorschläge zielen darauf ab, die finanzielle Belastung zu verringern, öffentliche Dienstleistungen zu verbessern und langfristige Investitionen zu sichern.

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Allein im vergangenen Jahr verzeichneten die 12 kreisfreien Städte des Landes ein kumuliertes Defizit von rund 400 Millionen Euro. Viele Kommunen kommen kaum noch hinterher, grundlegende Aufgaben zu erfüllen, geschweige denn, zukunftsweisende Projekte zu planen. Der Städtetag betont, dass verlässliche und nachhaltige Finanzmittel unverzichtbar sind, um gesetzliche Pflichten zu erfüllen und in die Infrastruktur zu investieren.

144 konkrete Forderungen für mehr Handlungsspielraum Die Liste umfasst Bereiche wie Gesundheitsversorgung, Klimaschutz und Stadtentwicklung. Eine zentrale Forderung lautet, dass das Land Jugend- und Sozialleistungen vollständig finanziert – und zwar unabhängig von den bestehenden Finanzausgleichsmechanismen. Zudem pochen die Kommunen auf mehr Mitsprache bei Gesetzesvorhaben: Sie verlangen eine frühzeitige und verbindliche Anhörung, bevor neue Regelungen beschlossen werden.

Besonders dringend sind Digitalisierung und Verwaltungsreform. Der Städtetag argumentiert, dass die Modernisierung der öffentlichen Verwaltung nur gemeinsam mit dem Land gelingen kann. Mehr Planungssicherheit steht ebenfalls ganz oben auf der Agenda – vor allem für Klimaschutzmaßnahmen und die Belebung der Innenstädte.

Appell an die künftige Landesregierung Die Vorschläge des Städtetags unterstreichen den finanziellen Druck, unter dem die Städte der Rheinpfalz stehen, und die Notwendigkeit von Landeshilfen. Würden die Maßnahmen umgesetzt, könnten sie stabilere Finanzierungen ermöglichen, die Verwaltung effizienter gestalten und sicherstellen, dass grundlegende Dienstleistungen weiterhin zugänglich bleiben. Die nächste Regierung sieht sich nun mit der Erwartung konfrontiert, diese Herausforderungen in ihrer künftigen Politik anzugehen.