04 January 2026, 20:36

Saarlands Narrenempfang feiert lebendige Karnevalstradition mit 300 Gästen

Ein buntes Faschingsbild mit Zelten, einem zentralen Mast, Menschen, Bäumen, Strommasten, Straßenbahnen auf der Straße und einem eisernen Stand auf der linken Seite unter einem klaren Himmel.

Tradition seit 1969 - Faschingsempfang in der Staatskanzlei - Saarlands Narrenempfang feiert lebendige Karnevalstradition mit 300 Gästen

Saarlands Ministerpräsidentin Anke Rehlinger begrüßte am Dienstag fast 300 Karnevalsbegeisterte im Staatskanzlei in Saarbrücken. Beim traditionellen Narrenempfang trafen sich Prinzenpaare und Würdenträger aus 85 Karnevalsvereinen der gesamten Region.

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Die Veranstaltung begann um 11:11 Uhr – eine Uhrzeit, die seit jeher mit den Karnevalsfeierlichkeiten verbunden ist. Der Empfang wurde 1969 vom damaligen Ministerpräsidenten Franz-Josef Röder ins Leben gerufen und ist seitdem ein fester Bestandteil des saarländischen Festkalenders.

Über 50 Prinzenpaare und „Narren“-Würdenträger nahmen in diesem Jahr an der Zusammenkunft teil. Rehlinger lobte die Karnevalstradition als lebendig, kreativ und tief verbindend für die Region. Sie betonte ihre Bedeutung für Freude, Zusammenhalt und ehrenamtliches Engagement in den Gemeinden. Der Verband Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) trägt diese Tradition mit 180 Mitgliedsorganisationen, darunter fünf französische Vereine aus der Grenzregion, was die grenzüberschreitende Ausstrahlung der Feiern unterstreicht. Der VSK zählt rund 38.000 Einzelmitglieder, davon etwa 13.000 unter 28 Jahren. Rehlinger zeigte sich auch begeistert von der bevorstehenden „fünften Jahreszeit“, wie die Karnevalszeit in Deutschland oft genannt wird, und beschrieb sie als eine Phase gemeinsamer Feiern und Gemeinschaftsgeist.

Der Narrenempfang demonstrierte erneut die Stärke der saarländischen Karnevalskultur. Mit jahrzehntelanger Geschichte und tausenden aktiven Teilnehmenden bleibt die Tradition ein zentraler Pfeiler der regionalen Identität. Die Veranstaltung festigte die Verbindungen zwischen den örtlichen Vereinen und unterstrich das anhaltende Engagement für das Ehrenamt.