Sachsens Wälder kämpfen gegen Klimawandel und Borkenkäfer – doch es gibt Hoffnung
Felix MaierWaldminister: Gesunde Wälder sichern Jobs und Klimaschutz - Sachsens Wälder kämpfen gegen Klimawandel und Borkenkäfer – doch es gibt Hoffnung
Sachsens Wälder unter Druck: Klimawandel und Schädlinge bedrohen eine Lebensgrundlage
Die Wälder Sachsens stehen vor wachsenden Herausforderungen durch den Klimawandel und Schädlingsbefall, doch sie bleiben unverzichtbar für Wirtschaft und Umwelt der Region. Zum Internationalen Tag des Waldes 2023 rückt in den Fokus, wie diese Ökosysteme Arbeitsplätze, Tourismus und sauberes Wasser sichern – und warum ein besseres Management für ihr langfristiges Überleben entscheidend ist.
Mit rund 1,24 Millionen Hektar Waldfläche ist Sachsen seit 2010 nahezu unverändert grüner Deckung. Doch Stürme, Dürren und Borkenkäferplagen haben die Fläche um etwa 0,5 Prozent schrumpfen lassen. Als Reaktion pflanzten Behörden in den letzten fünf Jahren über 20 Millionen Bäume, davon allein 10 Millionen im Jahr 2023.
Das Landesprogramm "Waldressourcenprogramm 2024+" stellt 100 Millionen Euro für Aufforstung und die Förderung artenreicher Mischwälder bereit. Besonders gefährdete Gebiete wie der Tharandter Wald profitieren von gezielten Maßnahmen zur Eindämmung des Borkenkäfers. Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch betonte, dass jüngere, biodiversere Wälder notwendig seien, um die Produktivität langfristig zu erhalten.
Gesunde Wälder leisten weit mehr als nur CO₂-Speicherung: Sie senken die Kosten für die Trinkwasseraufbereitung, mindern Hochwasserrisiken und liefern Rohstoffe. Gleichzeitig stärken sie den Tourismus durch Freizeitangebote und sichern Arbeitsplätze – von der Holzindustrie bis zum Naturtourismus. Eine nachhaltige Forstwirtschaft garantiert, dass diese Vorteile erhalten bleiben und zugleich zukünftige Pflege finanziert wird.
Doch trotz Fortschritten bleiben Extremwetter und Schädlinge eine akute Bedrohung. Ohne kontinuierliche Investitionen und flexible Anpassungsstrategien könnten der wirtschaftliche und ökologische Wert der sächsischen Wälder weiter sinken.
Mit den Aufforstungsmaßnahmen und der 100-Millionen-Förderung will Sachsen seine Wälder als Ressource für Arbeitsplätze, Klimaschutz und Naherholung langfristig sichern. Die Millionen neuen Bäume und das Programm zeigen einen klaren Kurs in Richtung Resilienz. Doch der dauerhafte Erfolg hängt davon ab, wirtschaftliche Nutzung und strengeren Naturschutz in Einklang zu bringen.






