Schleswig-Holstein will bis 2040 klimaneutral heizen – doch die Hürden sind groß
Felix MaierFörderung für den Wärmetransition in Stadtteilen ohne Fernwärme - Schleswig-Holstein will bis 2040 klimaneutral heizen – doch die Hürden sind groß
Schleswig-Holstein hat sich das Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Ein zentraler Bestandteil des Plans ist der schrittweise Ausstieg aus fossilen Brennstoffen in Heizsystemen im gesamten Bundesland. Die Verantwortlichen drängen nun auf eine schnellere Umstellung auf sauberere Alternativen.
Die Landesregierung wird finanzielle Mittel bereitstellen, um Gemeinden, Versorgungsunternehmen und lokale Behörden beim Umstieg von fossilen Heizsystemen zu unterstützen. Viele kleinere Städte und Gemeinden – insgesamt über 1.000 – haben derzeit keinen Zugang zu Fernwärmenetzen, da die Installationskosten hoch und die Infrastruktur begrenzt sind. Der Ausbau dieser Netze kann bis zu 10.000 Euro pro Meter kosten, was eine großflächige Erweiterung erschwert.
Wärmepumpen haben sich als beliebte Alternative etabliert, doch ihre Nutzung wird oft durch unzureichende Kapazitäten im Stromnetz eingeschränkt. Gleichzeitig arbeiten mehr als 20 Kommunen in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen und Niedersachsen an Projekten für grüne Fernwärme. Für Gebiete, in denen der Netzausbau unpraktikabel bleibt, wird das Land andere Lösungen fördern.
Umweltminister Tobias Goldschmidt betonte, dass die Modernisierung der Heizsysteme nicht nur die Emissionen senken, sondern auch die langfristigen Kosten verringern werde. Er verwies zudem auf die Bedeutung individueller Entscheidungen, insbesondere in Stadtteilen ohne Fernwärmeanschluss.
Die Förderung soll den Umstieg von fossilen Brennstoffen im Heizungssektor vor dem Stichtag 2040 beschleunigen. Gemeinden und Bürger erhalten Unterstützung, um dort, wo Fernwärme keine Option ist, auf sauberere Technologien umzusteigen. Im Fokus stehen gezielte Modernisierungen, um Kosten und Emissionen zu reduzieren.