Schneider warnt: Wasserknappheit bedroht Deutschlands Wirtschaft und Investitionen
Jonas SchmidtSchneider warnt: Wasserknappheit bedroht Deutschlands Wirtschaft und Investitionen
Bundesumweltminister Carsten Schneider warnt vor den schwerwiegenden wirtschaftlichen Risiken durch steigende Temperaturen. Besonders die Wasserversorgung sieht er als zentrale Herausforderung für Unternehmen und die Gesamtwirtschaft.
Als akute Gefahren nennt Schneider Dürreperioden, sinkende Grundwasserstände und schrumpfende Seen. Viele Betriebe sind auf eine zuverlässige Wasserverfügbarkeit angewiesen – schrumpfende Reserven könnten künftige Investitionen gefährden.
Doch im Wirtschaftssektor ist das Bewusstsein für diese wasserbedingten Risiken noch gering. Zudem erschwert die öffentliche Akzeptanz von Wassermangel die Bewältigung der Krise, so der Minister.
Finanzinstitute reagieren bereits auf den Klimawandel: Bundesbank und Versicherer bewerten Naturgefahren in ihren Risikoanalysen mittlerweile stärker. Das setzt Unternehmen unter Druck, systematische Prüfungen von Wasser- und anderen Umweltrisiken einzuführen.
Kreditentscheidungen hängen zunehmend von der Berücksichtigung natürlicher Gefahren ab. Firmen könnten künftig stärker gefordert sein, wasserbezogene Risiken zu bewerten und zu mindern. Die wirtschaftlichen Folgen schrumpfender Wasserressourcen dürften in den kommenden Jahren Investitionen und politische Weichenstellungen prägen.
