Schnitzer fordert Streichung der ermäßigten Gastronomie-Mehrwertsteuer – "Nutzt nur Fast-Food-Ketten"
Anton HuberSchnitzer fordert Streichung der ermäßigten Gastronomie-Mehrwertsteuer – "Nutzt nur Fast-Food-Ketten"
Monika Schnitzer, Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat die Bundesregierung aufgefordert, die ermäßigte Mehrwertsteuer für die Gastronomiebranche rückgängig zu machen. Die zu Jahresbeginn eingeführte Regelung kostet den Staat jährlich rund 3,4 Milliarden Euro. Schnitzer argumentiert, dass die Maßnahme ländliche Gasthäuser nicht gestärkt habe, sondern vor allem großen Ketten wie McDonald’s und Burger King zugutekomme.
Die Wirtschaftsprofessorin an der Ludwig-Maximilians-Universität München äußert sich regelmäßig zu zentralen wirtschaftspolitischen Themen. Kürzlich zeigte sie sich skeptisch, ob die deutsche Wirtschaft selbst bei einem möglichen Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran einen Aufschwung erleben werde. Zudem warnt Schnitzer, dass Deutschland im internationalen Wettbewerb bei der Entwicklung Künstlicher Intelligenz gegenüber den USA den Anschluss zu verlieren drohe.
Ihre Bedenken erstrecken sich auch auf die langfristige wirtschaftliche Zukunft Deutschlands. Das Land habe die Infrastruktur über Jahre vernachlässigt, so die Ökonomin. Darüber hinaus fordert sie mutige Reformen und stellt fest, dass Deutschland über seine Verhältnisse lebe. Die Ampelkoalition hat bereits angekündigt, bestimmte Subventionen schrittweise abzubauen – darunter die Steuervergünstigung für Dieselkraftstoff.
Schnitzers Vorschläge kommen zu einem Zeitpunkt, an dem die Regierung unter Druck steht, wirtschaftliche Ineffizienzen zu bekämpfen. Die ermäßigte Mehrwertsteuer für die Gastronomie bleibt ein zentraler Ansatzpunkt für Reformen. Ihre Warnungen verdeutlichen die größeren Herausforderungen, die von Investitionsstaus in der Infrastruktur bis hin zum technologischen Wettbewerb reichen.






