29 March 2026, 14:19

Schwarz Digits baut Europas Mega-Rechenzentrum für digitale Souveränität in Brandenburg

Diagramm eines Cloud-Computing-Systems mit mehreren Geräten (Laptop, Handy, Tablet), die sicher über Schlösser verbunden sind und den Zugriff auf Anwendungen und Daten von jedem vernetzten Gerät veranschaulichen.

Schwarz Digits baut Europas Mega-Rechenzentrum für digitale Souveränität in Brandenburg

Europa kämpft darum, die Kontrolle über seine digitale Zukunft zurückzugewinnen. Unternehmen und Regierungen investieren massiv in lokale Infrastruktur, um die Abhängigkeit von ausländischer Technologie zu verringern. Schwarz Digits, eine Sparte des Handelsriesen Schwarz Group, baut nun in Brandenburg ein riesiges Rechenzentrum für 11 Milliarden Euro, um europäische Daten auf dem Kontinent zu halten.

Unter der Führung von Rolf Schumann und Christian Müller wandelt Schwarz Digits die Handelsgruppe in einen Anbieter digitaler Infrastruktur um. Das neue Rechenzentrum in Lübbenau wird 100.000 Grafikprozessoren (GPUs) beherbergen, die nicht nur die Daten der Schwarz Group verarbeiten, sondern Überschusskapazitäten auch externen Kunden anbieten. Die hauseigene Cloud-Plattform Stackit garantiert durch den Einsatz von Open-Source-Technologie volle Transparenz und damit Datensouveränität und Sicherheit.

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Schumann ist überzeugt, dass Europa bei KI eine Führungsrolle übernehmen kann – durch ein verantwortungsvolles und reguliertes System. Er sieht KI als Produktivitätsmotor, der dem Kontinent helfen könnte, global wettbewerbsfähig zu bleiben. Seine Position deckt sich mit einem größeren europäischen Trend: Regierungen setzen auf digitale Unabhängigkeit.

Im Juli 2025 gründeten Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande das Europäische Konsortium für digitale Infrastruktur. Schleswig-Holstein hat bereits 24.000 seiner 30.000 Beamten auf Open-Source-Systeme umgestellt. Dänemark arbeitet daran, seine Abhängigkeit von Microsoft zu verringern, während Österreich im Februar 2026 ein 5,49-Milliarden-Euro-Innovationspaket vorstellte. Davon fließen 2,6 Milliarden Euro in KI und Mikroelektronik, um die industrielle Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

Das neue Rechenzentrum in Brandenburg markiert einen wichtigen Schritt in Europas Streben nach digitaler Souveränität. Mit Investitionen von Regierungen und Privatunternehmen in lokale Infrastruktur will der Kontinent seine Abhängigkeit von ausländischer Technologie verringern. Im Fokus stehen dabei Datensicherheit, Innovationsförderung und die Stärkung Europas in den Bereichen KI und Cloud-Computing.

Quelle