26 January 2026, 02:22

Seltener mittelalterlicher Münzschatz in Glottertal entdeckt – 1.600 Silbermünzen freigelegt

Eine Sammlung von Münzen des Heiligen Römischen Reiches in verschiedenen Formen und Größen auf einem schwarzen Hintergrund mit Text auf dem darunterliegenden Papier.

Seltener mittelalterlicher Münzschatz in Glottertal entdeckt – 1.600 Silbermünzen freigelegt

Ein Einwohner von Glottertal entdeckt seltenen mittelalterlichen Münzfonds

Bei Bauarbeiten in Glottertal hat ein Anwohner einen seltenen Münzfonds aus dem Mittelalter entdeckt. Der Fund, der in der Nähe eines Schwimmbads gemacht wurde, umfasst etwa 1.600 Silbermünzen aus der Zeit um 1320 n. Chr. Experten zufolge könnte der Münzfonds neue Erkenntnisse über Handel, Bergbau und Münzprägung in der Region während dieser Epoche liefern.

Entdeckt wurden die Münzen von Claus Völker, einem ortsansässigen Bewohner, dessen aufmerksamer Blick zu dem bedeutenden Fund führte. Noch am selben Tag bargen Archäologen rund 1.000 Münzen von der Stelle. Trotz starker Regenfälle am folgenden Tag, die den Boden in dicken Schlamm verwandelten, konnten weitere 600 Münzen vorsichtig geborgen werden.

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Der Großteil der Münzen stammt aus Prägestätten in Breisach, Zofingen und Freiburg. Andere wurden in Basel, St. Gallen, Zürich, Laufenburg und Colmar geprägt – ein Beleg für die weite Verbreitung in Teilen Deutschlands, der Schweiz und Frankreichs. Der Wert der Sammlung hätte damals für etwa 150 Schafe gereicht – eine beträchtliche Summe im frühen 14. Jahrhundert.

Die Region, bekannt für ihre Bergbaugeschichte, verzeichnete bisher noch keinen Münzfonds aus dieser Zeit. Dies macht den Fund besonders wertvoll für das Verständnis des mittelalterlichen Handels und der Silberproduktion. Ein ähnlicher, wenn auch kleinerer Fund in der Schweiz im Jahr 2016 hätte damals 25 Schafe gekauft werden können – ein Hinweis auf die Seltenheit solcher großen Depots.

Die neu entdeckten Münzen werden nun einer detaillierten Untersuchung unterzogen. Forscher hoffen, dass der Münzfonds genauere Einblicke in den Münzumlauf, die Prägpraxis und den Silberhandel im mittelalterlichen Europa liefert. Zudem wirft der Fund die Frage auf, ob in der Gegend weitere verborgene Artefakte liegen könnten.