Söder bringt Ilse Aigner als Bundespräsidentin ins Spiel – und löst Debatten aus
Felix MaierSöder bringt Ilse Aigner als Bundespräsidentin ins Spiel – und löst Debatten aus
Markus Söder hat Ilse Aigner als mögliche Kandidatin für das Amt der nächsten Bundespräsidentin ins Spiel gebracht. Der Vorschlag hat innerhalb von CDU und CSU Diskussionen ausgelöst, wobei die Reaktionen gemischt ausfallen. Aigner, derzeit Präsidentin des bayerischen Landtags, bringt Erfahrung als ehemalige Bundesagrarministerin mit.
Der Vorstoß kam aus München und überraschte die CDU-Spitze. Sepp Müller, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Unionsfraktion, unterstützt Söders Idee nachdrücklich. Er beschrieb Aigner als eine integrative Persönlichkeit, die gut mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt stehe.
In der Partei von Bundeskanzler Olaf Scholz mehren sich unterdessen Spekulationen über weitere Frauen, die auf das Präsidentenamt schielen. Namen wie Familienministerin Karin Prien oder Annegret Kramp-Karrenbauer werden als mögliche Anwärterinnen genannt.
Die Reaktionen aus der CDU fallen unterschiedlich aus. Philipp Amthor begrüßt zwar die Idee einer Frau im Schloss Bellevue, zeigt sich aber zurückhaltend gegenüber Aigners Kandidatur. Steffen Bilger, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Unionsfraktion, zeigt sich offener. Er erklärte, er werde jeden gut durchdachten Vorschlag für das Präsidentenamt unterstützen.
CDU und CSU planen, ihre Personalempfehlung im Laufe des Sommers zu finalisieren. Die Entscheidung wird den Wettlauf um das Amt des nächsten Bundespräsidenten prägen.
Aigners mögliche Kandidatur hat eine Debattenwelle unter den Parteimitgliedern ausgelöst. CDU und CSU stehen nun vor der Aufgabe, sich bis zum Sommerende auf einen Kandidaten zu einigen. Das Ergebnis wird bestimmen, wer als nächstes ins Schloss Bellevue einzieht und damit Deutschlands nächstes Staatsoberhaupt wird.






