Sozialwohnungen in Deutschland schrumpfen um 20.000 – NRW besonders betroffen
Anton HuberSozialwohnungen in Deutschland schrumpfen um 20.000 – NRW besonders betroffen
Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland geht weiter zurück: Ende 2024 waren bundesweit noch rund 1,05 Millionen Einheiten registriert. Bis Ende 2025 verringerte sich die Gesamtzahl im Vergleich zum Vorjahr um 20.000 – ein deutlicher Beleg für den anhaltenden Druck auf den bezahlbaren Wohnraum.
Mehrere Bundesländer verzeichneten erhebliche Verluste im Sozialwohnungsbestand. Berlin verlor 2.957 Wohnungen, Bayern 2.790. Am stärksten betroffen war Nordrhein-Westfalen mit einem Rückgang um 18.538 Einheiten – trotz Neubauten. Bundesweit wurden 57.621 Wohnungen aus den Mietpreisbindungen genommen.
Nicht alle Regionen waren von Rückgängen betroffen: Baden-Württemberg verzeichnete mit einem Nettozuwachs von 3.046 Wohnungen die beste Bilanz unter den Ländern. Niedersachsen baute 1.240 Einheiten aus, Sachsen 944. Zudem entstanden 4.701 neue Plätze in Wohnheimen für Studierende und Auszubildende.
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) will den Trend umkehren und stellt bis 2029 insgesamt 23,5 Milliarden Euro an Bundesmitteln für den Sozialwohnungsbau bereit. Die wohnungspolitische Sprecherin der Linken, Lay, kritisierte indes das Fehlen von fast einer Million Sozialwohnungen. Sie forderte ein gemeinnütziges Wohnungsmodell und schärfere Mietpreisbremse.
Der Rückgang beim sozialen Wohnungsbau bleibt eine große Herausforderung, wobei einige Regionen stärker betroffen sind als andere. Zwar sollen Bundesgelder die Lage entschärfen, doch Kritiker verlangen strukturelle Reformen, um langfristig bezahlbaren Wohnraum zu sichern.






