SPD startet Wahlkampf in MV: Schwesig ruft zu demokratischem Bündnis gegen die AfD auf
Jonas SchmidtSchwesig schwört SPD in härtesten Wahlkampf bisher - SPD startet Wahlkampf in MV: Schwesig ruft zu demokratischem Bündnis gegen die AfD auf
Die SPD hat ihren Wahlkampf für die Landtagswahl 2026 in Mecklenburg-Vorpommern gestartet. Parteichefin Manuela Schwesig sprach vor rund 120 Kandidaten und Unterstützern in Güstrow und warnte vor einem schwierigen Wahlkampf. Aktuelle Umfragen sehen die rechtspopulistische AfD mit 38 Prozent vorn, während die SPD bei 19 Prozent liegt.
Trotz der schwachen Umfragewerte rief Schwesig ihre Partei dazu auf, sich auf die Herausforderung vorzubereiten. Sie erinnerte an den Sieg 2021, als die SPD von 23 Prozent in frühen Umfragen auf 39 Prozent im Endergebnis zulegte. Diesmal forderte sie eine geschlossene Front gegen die AfD und bezeichnete die Wahl als Kampf um den Erhalt demokratischer Werte.
Die SPD-Vorsitzende warnte, ein Sieg der AfD würde Freiheit und soziale Gerechtigkeit im Land einschränken. Um dem Aufstieg der Rechtspopulisten entgegenzuwirken, schlug sie vor, den Wahlkampf als breite "gemeinsame demokratische Bewegung" zu führen. Ziel ist es, Unterstützung über traditionelle Parteigrenzen hinweg zu mobilisieren, bevor die Wähler am 20. September 2026 an die Urnen gehen. Trotz der schwierigen Ausgangslage zeigte sich Schwesig zuversichtlich, den Erfolg von 2021 wiederholen zu können. Sie betonte, die SPD müsse Wähler mobilisieren, die die Politik und Vision der AfD für das Land ablehnen.
Der SPD-Wahlkampf wird sich nun auf den Aufbau von Bündnissen und die Aktivierung der Anhänger konzentrieren. Angesichts der aktuellen Umfrageführung der AfD will die Partei die Lücke schließen, indem sie die Wahl als Verteidigung demokratischer Grundsätze darstellt. Das Ergebnis wird entscheiden, ob die SPD den wachsenden Einfluss der Rechtspopulisten in Mecklenburg-Vorpommern abwehren kann.
