Steuersenkung kommt früher: Unternehmen profitieren ab Juli 2026 statt 2028
Jana SimonVor CSU-Fraktion: Söder fordert Beschleunigung der Unternehmenssteuerreform - Steuersenkung kommt früher: Unternehmen profitieren ab Juli 2026 statt 2028
Die deutsche Regierungskoalition hat sich auf eine Beschleunigung der Senkung der Unternehmenssteuersätze geeinigt. Ursprünglich für 2028 geplant, sollen die Kürzungen nun bereits am 1. Juli 2026 in Kraft treten. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hatte sich sogar für noch schnellere Änderungen eingesetzt, um die finanzielle Belastung von Unternehmen und Haushalten zu verringern.
Söder, Vorsitzender der Christlich-Sozialen Union (CSU), drängte die Koalition, die Senkung der Unternehmenssteuer bereits zum 1. Januar 2026 umzusetzen. Sein Vorschlag sah eine rückwirkende Reduzierung vor, doch die Regierung einigte sich auf den Juli als Starttermin. Langfristig bleibt das Ziel einer schrittweisen Absenkung von 15 auf 10 Prozent bis 2032 bestehen.
Neben der Entlastung bei den Unternehmenssteuern setzte sich Söder auch für eine Senkung der Stromsteuer für alle Bürger ein. Auch diese Maßnahme sollte seiner Forderung zufolge 2026 greifen. Beide Vorhaben zusammen werden auf Kosten von unter zehn Milliarden Euro geschätzt.
Der Vorstoß der CSU spiegelt die breiter angelegten Forderungen nach wirtschaftlicher Entlastung wider. Zwar passte die Regierung den Zeitplan an, doch das zentrale Anliegen – die Senkung der Kosten für Unternehmen und Haushalte – bleibt Kern der Reformen.
Der überarbeitete Fahrplan sieht vor, die Unternehmenssteuersenkungen um zwei Jahre vorzuziehen. Ab Mitte 2026 profitieren Unternehmen von den ersten Kürzungen, weitere Schritte folgen bis 2032. Die Entlastung bei der Stromsteuer, sofern sie beschlossen wird, würde ebenfalls 2026 in Kraft treten und Millionen Haushalten die Ausgaben erleichtern.
