Streik im Einzelhandel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen bei Rewe, IKEA & Co. auf
Jana SimonStreik im Einzelhandel: ver.di ruft zu Arbeitsniederlegungen bei Rewe, IKEA & Co. auf
Die Gewerkschaft ver.di hat zu einem Streik im Einzelhandel aufgerufen, nachdem die Tarifverhandlungen über Löhne ins Stocken geraten sind. Beschäftigte großer Ketten wie Rewe, Penny und IKEA werden die Arbeit niederlegen. Proteste sind in Städten wie Wiesbaden, Kassel, Frankfurt und Darmstadt geplant.
Die Gespräche zwischen Arbeitgebern und der Gewerkschaft haben keine Fortschritte gebracht. Die Arbeitgeber haben ihr Lohnangebot trotz weiterer Verhandlungen nicht erhöht. Nach dem aktuellen Vorschlag sollen Einzelhandelsmitarbeiter nach sechs Monaten eine Lohnerhöhung von 2 Prozent erhalten, während Großhandelsangestellte – nach einer langen Phase ohne Anpassungen – 1,8 Prozent bekommen würden.
Die Gewerkschaft fordert eine monatliche Gehaltserhöhung von 250 Euro für die Beschäftigten. Zudem verlangt sie für Auszubildende eine jährliche Steigerung von 150 Euro pro Ausbildungsjahr. Darüber hinaus strebt ver.di eine Laufzeit von zwölf Monaten für den neuen Tarifvertrag an. Die Gewerkschaft argumentiert, dass die vorgeschlagenen Erhöhungen hinter der erwarteten Inflationsrate zurückbleiben.
Von dem Streik betroffen sind unter anderem Kaufland, H&M, Zara und die Rewe-Logistik. Die Arbeitnehmer fordern höhere Löhne, um die steigenden Lebenshaltungskosten auszugleichen. Die Aktion spiegelt die anhaltenden Konflikte um faire Bezahlung in der Einzelhandelsbranche wider.
