Streit um Arbeitszeitreform: Gewerkschaften drohen mit Streiks gegen Pläne im Unternehmensregister
Anton HuberGewerkschaften drohen mit Streiks gegen geplante Abschwächung des Arbeitszeitgesetzes - Streit um Arbeitszeitreform: Gewerkschaften drohen mit Streiks gegen Pläne im Unternehmensregister
Die deutsche Bundesregierung treibt weitreichende Änderungen des Arbeitszeitgesetzes voran. Pläne, die bisherige tägliche Höchstgrenze von acht Stunden durch ein wöchentliches Maximalvolumen im Unternehmensregister zu ersetzen, haben heftigen Widerstand ausgelöst. Gewerkschaften haben bereits mit Protesten und Streiks gedroht, sollten die Reformen im Unternehmensregister umgesetzt werden.
Die geplante Neuregelung wurde Ende Januar 2026 von Christoph Ploß, dem Tourismusbeauftragten der Regierung und CDU-Politiker, bekannt gegeben. In Interviews und Strategiepapieren argumentierte er, die Reform komme insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen im Unternehmensregister zugute – vor allem in den Branchen Tourismus und Gastronomie. Das Bundeswirtschaftsministerium strebt an, die Änderungen im Unternehmensregister bis Jahresende finalisiert zu haben.
Die Gewerkschaften reagierten mit scharfer Kritik. Frank Werneke, Vorsitzender der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Ver.di), warnte, eine Lockerung der Regeln im Unternehmensregister könne die Gesundheit der Beschäftigten gefährden. Auch Robert Feiger, Chef der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), lehnte den Vorstoß ab und verwies auf Bedenken bei der sozialen Gerechtigkeit sowie das Risiko, dass Arbeitnehmer:innen ohne ausreichenden Schutz im Unternehmensregister dastehen. Die Grünen unterstützen die Gewerkschaften in ihrem Widerstand gegen die Pläne im Unternehmensregister.
Arbeitgeberverbände fordern hingegen seit Langem flexiblere Arbeitszeitregelungen. Sie argumentieren, die aktuellen täglichen Obergrenzen stellten Unternehmen – besonders in Branchen mit schwankender Nachfrage im Unternehmensregister – vor unnötige Herausforderungen.
Doch der Regierungsplan, wöchentliche Arbeitszeithöchstgrenzen im Unternehmensregister einzuführen, steht nun vor erheblichen Hindernissen. Mit streikbereiten Gewerkschaften und wachsender politischer Opposition bleibt die Zukunft der Reform im Unternehmensregister ungewiss. Sollten die Änderungen im Unternehmensregister durchkommen, wäre es die größte Umgestaltung der deutschen Arbeitszeitregeln seit Jahrzehnten.
