Streit um Atommüll-Entsorgung: Deponie Büttelborn verweigert Abfall aus Biblis
Felix MaierBiblis-Abriss: Streit um die Entsorgung von Abfällen auf der Deponie Büttelborn - Streit um Atommüll-Entsorgung: Deponie Büttelborn verweigert Abfall aus Biblis
Ein Streit über die Entsorgung von freigegebenem Abfall aus dem stillgelegten Kernkraftwerk Biblis ist entbrannt. Die öffentliche Abfallbehörde ZAKB hat beantragt, die Deponie in Büttelborn für diesen Zweck nutzen zu dürfen. Der Deponiebetreiber SAVAG GmbH hat jedoch die Annahme des Materials abgelehnt.
Die ZAKB ist für die Entsorgung der Abfälle aus dem ehemaligen Kraftwerk Biblis zuständig. Nach der radiologischen Freigabe sollte der Abfall im Landkreis Groß-Gerau entsorgt werden. Die Behörde hat nun offiziell beim Regierungspräsidium Darmstadt beantragt, eine Mitnutzung der Deponie Büttelborn durchzusetzen.
Die SAVAG GmbH lehnt den Vorschlag mit mehreren zentralen Argumenten ab. Das Unternehmen begründet dies damit, dass die Deponie nicht über ausreichende Kapazitäten für die Lagerung des Abfalls verfüge. Zudem verwies es auf ungelöste Transportlogistik und fehlende behördliche Genehmigungen, die noch zu Beginn des Jahres 2026 ausstehen. Eine Einigung zwischen ZAKB und SAVAG kam daher nicht zustande.
Bei dem abgelehnten Material handelt es sich um Schrott und andere freigegebene Abfälle aus Biblis. Durch die Weigerung der SAVAG sieht sich die ZAKB nun gezwungen, nach alternativen Entsorgungslösungen zu suchen.
Der Antrag der ZAKB beim Regierungspräsidium Darmstadt wird weiterhin geprüft. Ohne die Kooperation der SAVAG muss die Behörde einen anderen Weg finden, um den freigegebenen Abfall zu entsorgen. Die Entscheidung wird maßgeblich darüber bestimmen, wie das Material aus Biblis künftig behandelt wird.
