Streit um Sparpläne der Stadt: Stadtrat bleibt tief gespalten
Die Sparvorschläge der Stadtverwaltung haben den Stadtrat gespalten. Bürgermeister Marcel Kreutz und Kämmerer Thore Eggert stellten die Pläne am Montag vor und lösten damit sofort eine Debatte zwischen den politischen Gruppen aus.
Bereits im März hatte der Rat den Entwurf des Haushaltsplans für 2026 abgelehnt und weitere Einsparungen gefordert. Der Streit entzündet sich vor allem an der Frage, ob Personalabbau zu höheren Arbeitsbelastungen und einer Verschlechterung der Dienstleistungsqualität führen wird.
Die CDU zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden, mahnte jedoch mehr Ehrgeiz an. Parteimitglieder argumentierten, dass zwar viele kleine Kürzungen hilfreich seien, sie aber die tieferliegenden finanziellen Probleme der Stadt nicht lösten. Zudem betonten sie die Notwendigkeit, Aufgaben kritisch zu prüfen und Prozesse zu vereinfachen.
SPD und Grüne lobten zwar den Ansatz der Verwaltung, forderten jedoch eine Überprüfung der Sparmaßnahmen. Sie verlangten eine Risikobewertung der geplanten Kürzungen in den zuständigen Ausschüssen. Beide Parteien machten die CDU, die AfD und die Bürgerpartei als Verantwortliche für die Einschnitte aus.
Die Vorschläge werden nun weiter geprüft. Die Ausschüsse sollen die möglichen Risiken der Kürzungen bewerten. Der Rat bleibt gespalten, wie sich Einsparungen mit der Aufrechterhaltung der Servicequalität in Einklang bringen lassen.
