Stuttgart 21: Tiefbahnhof droht Eröffnung erst 2031 – Özdemir fordert Klarheit von der Bahn
Anton HuberStuttgart 21: Tiefbahnhof droht Eröffnung erst 2031 – Özdemir fordert Klarheit von der Bahn
Stuttgart 21: Bahnprojekt drohen weitere Verzögerungen – Eröffnung des Tiefbahnhofs erst Ende 2031?
Das Stuttgarter Bahnprojekt Stuttgart 21 steht vor erneuten Verzögerungen: Medienberichten zufolge könnte der neue Durchgangsbahnhof frühestens Ende 2031 in Betrieb gehen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Cem Özdemir (Grüne) hat von der Deutschen Bahn nun klare Aussagen gefordert und vor „schwerwiegenden Konsequenzen“ gewarnt, sollte sich der Zeitplan erneut verschieben.
Ursprünglich sollte Stuttgart 21 den Stuttgarter Knoten grundlegend modernisieren – mit neuen Bahnhöfen, Gleisen, Tunneln und Brücken. Als Teil des größeren Ausbaus der Strecke Stuttgart–Ulm umfasst das Projekt auch die bereits 2022 eröffnete Schnellfahrstrecke zwischen Wendlingen und Ulm. Doch das Herzstück, der unterirdische Durchgangsbahnhof, leidet unter immer neuen Rückschlägen.
Noch im vergangenen Jahr war eine Teileröffnung für Ende 2026 geplant – doch dieser Plan wurde im November verworfen. Jetzt deuten Berichte darauf hin, dass der Bahnhof erst 2031 vollständig in Betrieb gehen könnte. Özdemir verlangt von der Bahn verlässliche Daten und eine verbindliche Zusage für die Fertigstellung.
Die Kosten sind mittlerweile von ursprünglich 4,5 Milliarden Euro (2009) auf rund 11,3 Milliarden Euro explodiert – eine Last, die allein die Deutsche Bahn tragen muss. Ein weiteres großes Hindernis ist die Digitalisierung des Stuttgarter Knotens, der eigentlich Deutschlands erstes voll digitalisiertes Verkehrsdreieck werden sollte. Doch technische Herausforderungen haben zu den jüngsten Verzögerungen beigetragen.
Özdemir betont, das Projekt müsse nun endlich vorankommen. Weitere Verzögerungen wären „eine katastrophale Nachricht für Baden-Württemberg und die Fahrgäste“. Zudem erwartet er von der Bahn eine klare Bestätigung ihres Engagements – inklusive der vollständigen Digitalisierung des Knotens.
Stuttgart 21 bleibt ein zentrales, aber hochumstrittenes Infrastrukturprojekt: Steigende Kosten und verschobene Termine prägen die Debatte. Sollten sich die aktuellen Berichte bestätigen, müssen Fahrgäste und Region noch Jahre mit Baustellen und Einschränkungen rechnen, bis der neue Bahnhof endlich genutzt werden kann.






