Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,47-Millionen-Lottogewinn – und scheitert kläglich
Anton HuberLotterie-Betrug: Tankwart verbirgt Kunden-Millionengewinn - Gewinn weg - Tankstellenmitarbeiter stiehlt 1,47-Millionen-Lottogewinn – und scheitert kläglich
Ein Tankstellenmitarbeiter in Grasbrunn bei München stahl im April 2024 einem Kunden einen Lottogewinn in Höhe von 1,47 Millionen Euro. Der Betrug flog auf, als der Angestellte versuchte, den Gewinn selbst einzustreichen – doch Lotto-Beamte entdeckten Ungereimtheiten und stoppten die Auszahlung.
Der Vorfall begann, als der eigentliche Gewinner sein Los in der Tankstelle zur Überprüfung abgab. Im Vertrauen auf das Personal ließ er den Schein dort, nachdem ihm fälschlicherweise mitgeteilt worden war, es handele sich um eine Niete. Statt den Kunden zu informieren, behielt der 31-jährige Mitarbeiter das gewinnende Spiel-77-Los ein.
Im Juli 2024 erschien der Angestellte in der Lotto-Zentrale in München, um sich die 1.477.777 Euro auszahlen zu lassen. Doch die Beamten wurden misstrauisch, weil seine Angaben nicht plausibel waren, und verweigerten die Auszahlung. Ermittlungen ergaben später, dass der Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz selbst vom Lottospielen ausgeschlossen war.
Der Fall landete im März 2026 vor dem Landgericht München. Der Angeklagte wurde wegen Betrugs zu einer 15-monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt.
Der wahre Gewinner des Jackpots konnte bis heute nicht ermittelt werden. Das Preisgeld bleibt daher unbeansprucht und gilt als verloren. Mit der Verurteilung des Tankstellenmitarbeiters ist der Fall zwar juristisch abgeschlossen – doch der ursprüngliche Besitzer des Loses hat sich bisher nicht gemeldet.






