Taylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder
Anton HuberTaylor Swift wehrt sich mit Markenrecht gegen KI-Missbrauch ihrer Stimme und Bilder
Taylor Swift hat rechtliche Schritte eingeleitet, um ihre Stimme und ihr Bild vor unbefugter Nutzung durch KI zu schützen. Am 24. April 2025 reichte ihr Unternehmen, TAS Rights Management, drei Markenanmeldungen beim US-Patent- und Markenamt ein. Dieser Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer zunehmenden Verbreitung von KI-generierten Fälschungen, die ihr Abbilder ohne Erlaubnis verwenden.
Diese Strategie ähnelt einem vergleichbaren Vorgehen des Schauspielers Matthew McConaughey Anfang des Jahres, da immer mehr Künstler nach Wegen suchen, den Missbrauch durch KI zu bekämpfen.
Die Anmeldungen umfassen zwei Klangmarken für Swifts Stimme: Eine schützt den Satz "Hey, hier ist Taylor Swift", die andere die Phrase "Hey, ich bin's, Taylor". Eine dritte Anmeldung betrifft eine Bildmarke – ein Foto von Swift, wie sie eine pinke Gitarre hält, in einem mehrfarbigen, schillernden Body gekleidet und auf einer pinken Bühne steht.
Traditionell wurden Marken nicht genutzt, um das allgemeine Erscheinungsbild oder die Stimme einer Person zu schützen. Doch Swifts Anwaltskanzlei drängt auf weitergehende Schutzrechte, um KI-Plattformen daran zu hindern, ihre Identität ohne Zustimmung zu reproduzieren. Sollten die Marken genehmigt werden, könnte sie damit Löschanträge gegen unerlaubte KI-Inhalte stellen – ähnlich wie Studios Urheberrechte durchsetzen.
Die Anmeldungen wurden erstmals vom Fachanwalt für geistiges Eigentum, Josh Gerben, entdeckt. Sie folgen auf Fälle, in denen Swifts Abbilder in KI-generierten Inhalten missbraucht wurden, darunter Metas Chatbots und Deepfake-Pornografie. Die Juristen hinter McConaugheys eigenem Ansatz des "Markenrechts für die eigene Person" argumentieren, dass solche Schutzrechte ein zusätzliches rechtliches Mittel bieten, um KI-Nachbildungen anzufechten.
Swifts Vorgehen spiegelt die wachsenden Bedenken in der Unterhaltungsbranche wider. Immer mehr Künstler erkunden nun rechtliche Wege, um zu verhindern, dass KI ihre Stimme, ihr Bild oder ihre Persönlichkeit ohne Erlaubnis übernimmt.
Die Markenanmeldungen stellen einen neuen Versuch dar, den KI-Missbrauch in der Unterhaltungsindustrie einzudämmen. Sollten sie erfolgreich sein, könnten sie einen Präzedenzfall für andere Künstler schaffen, die ähnliche Schutzrechte anstreben. Derweil wartet Swifts Anwaltsteam auf eine Entscheidung des US-Patent- und Markenamts.






