26 January 2026, 06:08

Thüringen heizt mit Erdwärme ein – vom Einfamilienhaus bis zur Großstadt

Eine Liniengrafik, die die geothermisch erzeugte elektrische Energie von 2021 bis 2022 zeigt, mit begleitendem Text.

Erdwärme interessant für Hausbauer - Thüringen heizt mit Erdwärme ein – vom Einfamilienhaus bis zur Großstadt

Geothermie setzt sich in Thüringen durch – von Einfamilienhäusern bis zu Großprojekten

In Thüringen boomt die Nutzung von Erdwärme: Ob kleine private Anlagen oder große Fernwärmenetze – die Region setzt vermehrt auf unterirdische Wärme als nachhaltige Lösung. Neue Projekte in Erfurt, Werther und Erlau zeigen das wachsende Interesse an dieser erneuerbaren Energiequelle.

Klein, aber effektiv: Geothermie im Wohnungsbau Im Thüringer Wohnungssektor sind kleine Geothermieanlagen bereits etabliert. Erdwärmesonden und -kollektoren werden häufig in Neubauten verbaut – vorausgesetzt, die geologischen und wasserrechtlichen Bedingungen stimmen. Besonders beliebt sind diese oberflächennahen Systeme bei Einfamilienhäusern und kleineren Gewerbeimmobilien.

Kalte Nahwärmenetze erobern den ländlichen Raum Auch kalte Nahwärmenetze, die mit Erdwärme gespeist werden, finden zunehmend Verbreitung. In Werther im Landkreis Nordhausen ging Thüringens erstes Netz dieser Art in Betrieb und versorgt bereits über 30 Einfamilienhäuser. Nicht weit entfernt, in Erlau im Landkreis Hildburghausen, wird nachgezogen: Hier sollen 18 Häuser an ein geothermisch betriebenes Kältenetz angeschlossen werden. Doch nicht nur im Kleinen tut sich etwas – auch große Projekte nehmen Gestalt an. So wird das Lindenau-Museum in Altenburg während seiner anstehenden Sanierung auf eine geothermische Klimatisierung umgestellt.

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Erfurt plant Tiefengeothermie-Projekt mit Milliardenpotenzial In Erfurt steht ein ambitioniertes Tiefengeothermie-Vorhaben bevor: Die Stadtwerke Erfurt wollen im Frühjahr 2026 mit seismischen Untersuchungen beginnen, um das unterirdische Potenzial zu erkunden. Bei Erfolg könnte das Projekt die Fernwärme der Stadt speisen – die geschätzten Investitionen belaufen sich auf eine halbe Milliarde Euro.

Vom Einzelhaus bis zur Stadtversorgung: Thüringen setzt auf Wärme aus der Tiefe Die Energiewende in Thüringen zeigt sich vielseitig: Ob für einzelne Häuser oder ganze Städte – Geothermie wird in unterschiedlichen Maßstäben genutzt. Mit laufenden Investitionen und geplanten Ausbauten positioniert sich die Region als Vorreiter für nachhaltige Wärmelösungen.