Top-Unternehmer fordern von Merz radikale Wirtschaftswende für mehr Innovation
Anton HuberTop-Unternehmer fordern von Merz radikale Wirtschaftswende für mehr Innovation
Über 100 Unternehmer, darunter Führungskräfte von Milliardenschweren Unternehmen wie Zalando und FlixBus, haben einen dringenden Appell an Bundeskanzler Friedrich Merz unterzeichnet. Sie fordern umgehende Reformen der deutschen Wirtschaftspolitik, um Innovation und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Die Gruppe präsentierte ein Manifest mit dem Titel „Für eine neue Gründerzeit – Jetzt“ und stellte darin zehn zentrale Forderungen auf.
Unterstützt wird das Manifest von prominenten Persönlichkeiten wie Zalandos David Schröder, FlixBus-Gründer André Schwämmlein und Johannes Reck von GetYourGuide. Verena Pausder, Vorsitzende des Bundesverbands Deutsche Startups, initiierte die Aktion und rief zu konkreten Maßnahmen vor dem Koalitionsausschuss am 1. Juli auf.
Die Unternehmer drängen die Regierung, Milliarden in Zukunftstechnologien zu investieren und privates Kapital aus Pensionsfonds zu mobilisieren. Zudem fordern sie weniger Bürokratie bei Unternehmensgründungen und -erweiterungen. Weitere Punkte umfassen eine flexiblere Anpassung des Kündigungsschutzes für Spitzenverdiener sowie den Aufbau einer unabhängigen, heimischen KI-Infrastruktur in Deutschland.
In dem Schreiben wird die wachsende Sorge vor dem globalen Wettbewerb betont. Eine jüngste US-Anordnung, die dem KI-Unternehmen Anthropic verbietet, seine Programme im Ausland anzubieten, unterstreicht die Dringlichkeit eines engeren Zusammenspiels von Forschung, Fachkräften und Industrie.
Die Unterzeichner fordern einen raschen Kurswechsel in der Politik, um zu verhindern, dass Deutschland in zentralen Technologiebereichen den Anschluss verliert. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, Investitionen zu erleichtern und regulatorische Hürden für Unternehmen abzubauen. Die Bundesregierung hat sich bisher noch nicht zu den Forderungen des Manifests geäußert.






