Torwart von Energie Cottbus nutzt Elfmeter-Spickzettel auf Wasserflasche
Jana Simon"Schießt trotzdem": Freche Elfmeternotiz löst Aufsehen aus - Torwart von Energie Cottbus nutzt Elfmeter-Spickzettel auf Wasserflasche
Ein pfiffiger Trick eines Torwarts sorgt in der 3. Liga für Aufsehen
Marius Funk von Energie Cottbus hat mit einer kreativen Masche während eines Spiels gegen Erzgebirge Aue für Schlagzeilen gesorgt: Der Keeper nutzte einen "Elfmeter-Spickzettel", den er auf seiner Wasserflasche notiert hatte. Die Liste enthielt mögliche Schützen des Gegners – inklusive ihrer bevorzugten Schussrichtungen – und sogar einen scherzhaften Seitenhieb gegen einen ehemaligen Mannschaftskollegen.
Das Kuriosum ereignete sich im direkten Duell zwischen dem Tabellenführer Cottbus und dem abstiegsbedrohten Aue. Kameras des Senders MagentaSport entdeckten Funks Flasche, auf der die Namen von elf Auer Spielern verzeichnet waren – jeweils mit Hinweisen, in welche Ecke sie beim Elfmeter wahrscheinlich zielen würden.
Ganz unten auf der Liste stand Ryan Malone, Verteidiger und Ex-Teamkollege Funks von ihrer gemeinsamen Zeit beim FC Ingolstadt (2023–2025). Neben Malones Namen hatte Funk lapidar notiert: "Egal, trifft eh nicht". Der Angesprochene reagierte auf Instagram mit einem grinsenden Emoji und einem schlichten "Danke". Tatsächlich hat Malone in seiner Karriere zehn Elfmeter geschossen – und neun davon verwandelt.
Ein Elfmeter fiel im Spiel zwar nicht, doch Cottbus sicherte sich mit 2:1 den Sieg. Funks Taktik mag skurril wirken, ist im Fußball aber kein Novum: Schon Jens Lehmann nutzte 2006 bei der WM einen ähnlichen Zettel.
Dass der Torwart akribisch vorbereitet ist, zeigt auch seine Vergangenheit: Nach seinem Abschied von Cottbus 2023 arbeitete er als Trainer in Aue – und seine detaillierten Notizen, darunter die Elfmeter-Liste, tauchten später wieder auf. Sie belegen seinen minutiösen Arbeitsstil.
Die Spickzettel-Affäre bringt eine humorvolle Note in eine hart umkämpfte Saison. Während Cottbus die Tabelle anführt, kämpft Aue gegen den Abstieg. Funks ungewöhnliche Methode unterstreicht einen Trend: Torhüter nutzen jeden noch so kleinen Vorteil – selbst wenn sie ihn auf eine Wasserflasche kritzeln müssen.
