Turbulentes Jahr für das Tech-Unternehmen: Aktie stürzt um 65 % ab – doch es gibt Lichtblicke
Felix MaierTurbulentes Jahr für das Tech-Unternehmen: Aktie stürzt um 65 % ab – doch es gibt Lichtblicke
Das Unternehmen durchlebt ein turbulentes Jahr: Innerhalb der vergangenen zwölf Monate ist der Aktienkurs um fast 65 % eingebrochen. Trotz der Herausforderungen treibt die Unternehmensführung neue Produktinnovationen und strategische Schritte voran – auch wenn einige Übernahmen bisher nicht die erhofften Ergebnisse gebracht haben.
Der Unternehmensbereich (Enterprise-Segment) entwickelte sich hingegen positiv: Die jährlichen wiederkehrenden Erträge (Annual Recurring Revenue, ARR) stiegen um 11 % auf 241 Millionen Euro. Ein Rekorddeal in den USA trieb das Wachstum im Kerngeschäft um 19 % in die Höhe. Allerdings verzeichnete das traditionelle Segment der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) einen leichten Umsatzrückgang.
Probleme bei Übernahmen verschärften den Druck. Die 2024 erfolgte Übernahme des britischen Softwareunternehmens 1E leidet unter Verzögerungen, betrieblichen Störungen und dem Abgang wichtiger Mitarbeiter. Aufgrund der Folgen der Übernahme wird im ersten Quartal 2026 ein einmaliger Kundenverlust in Höhe von etwa 8 Millionen Euro erwartet.
Auch die Kundenabwanderung (Churn Rate) verschlechterte sich und erreichte im vierten Quartal 16,4 %. Das Unternehmen rechnet damit, dass dieser erhöhte Wert bis Mitte 2026 anhalten wird. Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert es ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von null bis maximal 3 % sowie eine bereinigte EBITDA-Marge von rund 43 %.
Auf der Innovationsseite baut das Unternehmen die Integration mit Microsoft Intune aus und kooperiert mit Cybus im Bereich erweiterter Realität (Augmented Reality). Unterdessen erreichte die Aktie mit 4,48 Euro ein 52-Wochen-Tief. Ein möglicher Wechsel vom MDAX in den SDAX könnte zudem Anpassungen in den Portfolios von Indexfonds auslösen.
Die kurzfristige Perspektive bleibt verhalten: Schwache Umsatzprognosen und anhaltende Kundenabwanderung belasten die Aussichten. Zwar hält die Nachfrage im Enterprise-Bereich an, doch Rückschläge bei Übernahmen und der Aktienkursverfall unterstreichen die anhaltenden Schwierigkeiten. Der geplante Wechsel in den SDAX könnte zudem zu Positionsanpassungen bei Investoren führen.