Ulla Schmidt fordert Rentenerhöhung und Reformen für nachhaltige Sozialsysteme
Jana SimonUlla Schmidt fordert Rentenerhöhung und Reformen für nachhaltige Sozialsysteme
Ulla Schmidt, Vorsitzende der Lebenshilfe und ehemalige Bundesgesundheitsministerin, fordert Reformen des deutschen Rentensystems. Sie hält eine Anhebung des Renteneintrittsalters für notwendig. Zudem plädiert Schmidt dafür, stärkere Anreize für ein längeres Arbeitsleben zu schaffen.
Ihrer Ansicht nach würde ein höheres Renteneintrittsalter die Nachhaltigkeit des Systems stärken. Gleichzeitig betont sie, dass Menschen, die nicht länger arbeiten können, weiterhin angemessen über Erwerbsminderungsrenten abgesichert werden müssen.
Um die Finanzierung sozialer Leistungen zu sichern, schlägt Schmidt vor, die Beiträge zur Pflegeversicherung zusammenzuführen. Dies würde eine kollektive Finanzierung der Pflege ermöglichen. Zudem regt sie an, Steuerreformen und Pflegeleistungen so zu verknüpfen, dass familienfreundliche Leistungen im Sinne der Solidargemeinschaft gestärkt werden.
Laut Schmidt ließen sich diese Änderungen zügig umsetzen. Ein einfacher Bundestagsbeschluss reiche aus – eine Grundgesetzänderung sei nicht erforderlich. Ziel der Vorschläge ist es, die Finanzierung von Renten und sozialer Absicherung langfristig zu sichern und gleichzeitig gerechte Bedingungen für Beschäftigte zu schaffen, die ihren Berufsweg nicht verlängern können. Das Parlament könnte die Maßnahmen ohne größere rechtliche Hürden beschließen.






